Bay Trail: Preise und Termin für Silvermont mit Celeron statt Atom
In Intels offizieller Preisliste für Prozessoren (PDF(öffnet im neuen Fenster)), die für PC-Hersteller und Wiederverkäufer vorgesehen ist, finden sich wieder drei vorher nicht gelistete Chips. Sie waren bereits im Mai 2013 dort aufgetaucht, waren in der nächsten Version der Liste verschwunden und sind nun erneut vorhanden. Der Grund dafür mag Guerilla-Marketing(öffnet im neuen Fenster) oder schlicht ein Fehler sein.
Die drei neuen CPUs tragen die Marke Celeron, nicht mehr Atom, und die Modellnummern N2910, N2810 und N2805. Das "N" ist dabei ungewöhnlich, denn diesen Buchstaben hatte Intel am Beginn der Modellnummer in den vergangenen Jahren nur für Atoms verwendet. Die Strukturbreite der Chips von 22 Nanometern könnte noch darauf hindeuten, dass es sich um neue Haswell- oder Ivy-Bridge-Vertreter handelt, doch nach unbestätigten Informationen ist das nicht so.
Vielmehr legt ein Ausschnitt aus einer Präsentation im typischen Intel-Layout, den VR-Zone China(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht hat, nahe, dass die neuen Drei die ersten Chips mit Silvermont-Architektur sind. Die drei Modellnummern finden sich dort als Teil der Produktfamilie "Bay Trail-T", Intels neue Bausteine für Tablets. Zusätzlich ist ein Pentium N3510 aufgeführt, der in Intels Preisliste noch nicht enthalten ist – daher gibt es auch keine technischen Daten zu dieser CPU.
Diese gehen aber aus der Preisliste für die Celerons hervor. So ist der N2910 mit vier Kernen und 1,6 GHz das schnellste Modell, N2810 und N2805 sind Dual-Cores mit 2,0 und 1,46 GHz. Letzteres Modell dürfte daher auch das sparsamste werden, Angaben zur TDP macht die Preisliste aber nicht. Auch Intels Ankündigung von Silvermont geizte mit konkreten Zahlen dazu.
Erste Geräte zu Weihnachten
Auf den Markt kommen sollen laut VR-Zone die neuen Celerons zwischen dem 28. August und dem 13. September 2013 – was in diesem Fall heißt, dass sie dann an Gerätehersteller geliefert werden. Da die Produktion in großen Stückzahlen bei elektronischen Geräten heute zwei bis drei Monate dauert, ist es für die Pläne von Intel wichtig, diesen Zeitraum unbedingt einzuhalten.
Das Unternehmen hatte nämlich bereits versprochen, die neue Architektur sei noch zum Weihnachtsgeschäft in Geräten verfügbar – und die können erst fertiggebaut werden, wenn die Chips dafür vorhanden sind. Vorarbeiten wie das Bestücken der Mainboards mit allem außer dem SoC sind möglich, sparen aber gerade bei Tablets, bei denen die Gehäuse mit Schnappverschlüssen und Klebstoff zusammengehalten werden, nicht viel Zeit.
Im Vergleich zu Intels bisherigen Atoms sind die neuen Celerons mit Silvermont-Architektur sehr teuer: Alle drei Modelle kosten laut der Preisliste 132 US-Dollar. Auch in der Konkurrenz zu ARM-SoCs sind das enorme Preise. Es ist aber nicht auszuschließen, dass diese Angaben bisher taktisch gewählt sind – um die Konkurrenz in Sicherheit zu wiegen, hatte das auch Sony beim Preis der Playstation 4 bis kurz vor der offiziellen Ankündigung so gemacht.
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