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Bay Trail ab 199 US-Dollar: Die Rückkehr des Netbooks

IDF
Intels PC-Chef Kirk Skaugen kündigte zu Beginn des zweiten IDF-Tages an, dass der neue Atom Bay Trail nicht nur in Tablets landen soll. Die Plattform ist auch für günstige Geräte vom kleinen Notebook bis zum Desktop vorgesehen.
/ Nico Ernst
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Netbook-Klassiker Eee PC 701 und 900 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Netbook-Klassiker Eee PC 701 und 900 Bild: Nico Ernst/Golem.de

Die Netbooks kommen wieder - anders sind die Versprechen von Intels Leiter der PC-Abteilung, Kirk Skaugen, kaum zu werten. Intels Leiter der PC Client Group kündigte an, dass die neue Plattform Bay Trail noch bis zum Jahresende 2013 in einer Reihe von bekannten und neuen Kategorien landen soll.

Konkret sollen das kleine Notebooks mit 11- bis 14-Zoll-Displays sein, die ohne Touchscreen ab 199 US-Dollar kosten sollen. Mit berührungsempfindlichem Bildschirm sollen die Geräte ab 299 US-Dollar erhältlich sein. Einfache All-in-Ones, für die Skaugen keine Displaygröße angab, sollen ab 349 US-Dollar kosten. Die Euro-Preise dürften sich durch die in den USA nicht bei solchen Preisen angegebenen Steuern bei denselben Werten bewegen.

Die von Skaugen genannten Preispunkte liegen in den Bereichen, die ab dem Jahr 2007 mit dem Eee PC von Asus die Kategorie der Netbooks definierten. Für 300 bis 400 Euro waren diese Geräte rund drei Jahre sehr erfolgreich, bis sie zuerst von immer billiger werdenden Standardnotebooks und dann von Tablets verdrängt wurden.

Auch Skaugen sagte, auf dem Markt für Netbooks - die er auch so bezeichnete - sei man inzwischen "nicht mehr so aktiv" , mit den Bay-Trail-Atoms soll sich das aber wieder ändern. Dazu, so der Intel-Manager weiter, gebe es bereits rund 40 Geräte, die sich in Entwicklung befinden, aber erst später vorgestellt werden sollen.

Einige Vorserienmodelle von Lenovo, Dell, Sony und dem chinesischen OEM BYD zeigte Skaugen schon. Wie bei den großen Yoga-Ultrabooks war dabei das Lenovo-Gerät am gelenkigsten, sein Display lässt sich immerhin um 300 Grad aufklappen, so dass das Notebook seine Tastatur als Ständer verwenden kann.

Naheliegend als Anbieter für die Netbooks 2.0 sind aber auch die schon bei den früheren Mini-Notebooks aktiven Hersteller wie Acer, Asus und MSI. Asus war auch der einzige taiwanische Hersteller, der in Skaugens Ansprache ein neues Gerät vorstellen durfte. Bei dem Transformer-Tablet T100 für Windows 8 handelt es sich aber durch das Tastaturdock und das Full-HD-Display offensichtlich um ein teureres Gerät.


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