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Baustelle: Telekom macht Glasfaserstrecken mit iPhone sichtbar

Mit einem iPhone 14 Pro, einem GPS-Verstärker und einer App kann man sehen, wo genau Glasfaser verlegt wurde. Das hat die Telekom jetzt in einem Koffer zusammengefasst.
/ Achim Sawall
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Telekom-CTO Abdu Mudesir im Vordergrund mit Telekom-Techniker Anatoli Kuschnir (links) (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Telekom-CTO Abdu Mudesir im Vordergrund mit Telekom-Techniker Anatoli Kuschnir (links) Bild: Achim Sawall/Golem.de

Die Arbeit der Bautrupps der Deutschen Telekom lässt sich bequem betrachten, auch nachdem der Graben wieder zugeschüttet ist. Das erklärte Telekom-Techniker Anatoli Kuschnir am 14. Juli 2023 bei einem Hintergrundgespräch am Hauptsitz des Konzerns in Bonn. Dabei kommen ein iPhone 14 Pro und ein GPS-Verstärker (GNSS-Modul) zum Einsatz, um neu verlegte Speedpipes mit der Vermessungssoftware Geoace zentimetergenau zu erfassen.

Auf der Baustelle filmen Arbeiter mit dem iPhone den ausgehobenen Graben und die Speedpipe. Die Geoace-App erstellt(öffnet im neuen Fenster) daraus Vermessungsdaten, die das iPhone in eine dreidimensionale Ansicht umwandelt. Unhandliche Vermessungsgeräte werden nicht mehr benötigt, sagte Kuschnir. Die Ausrüstung passt in einen kleinen Koffer.

Software aus Thüringen

Die App Geoace wurde nicht von der Telekom, sondern von der Thüringer Firma ITS Geo Solutions entwickelt. Das iPhone 14 Pro enthält einen Lidar-Sensor für räumliche Daten, der das automatische Vermessen beim Filmen der Baustelle ermöglicht. Das GNSS-Modul sei zum eigentlichen Vermessen nicht zwingend erforderlich, sorge aber für noch genauere Daten, erklärte die Telekom.

GNSS steht für Global Navigation Satellite System, das Satelliten zur Positionsbestimmung und Navigation verwendet.

Kuschnir sagte: "Wir erhalten die GPS-Koordinaten auf vier Zentimeter genau. Das ist schon ganz gut. Wir sehen eine 3D-Modulation des Grabens. Wir sehen, was im Graben verbaut ist, wie tief und wie breit er ist. Das sind die wichtigsten Daten, die man als Baubegleiter benötigt."

Der Graben auf dem Bildschirm lässt sich am Rechner zoomen, drehen und nachmessen, wie man es von einer 3D-Datei vor dem Ausdrucken kennt.


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