Wo Holzbauten stehen

Fünf bis zehn Prozent kann der Bau mehr kosten. Doch sind inzwischen knapp 20 Prozent der Wohnhäuser, die neu gebaut werden, aus Holz. "Wir sind jetzt mit zwei Bauherren im Dialog, die im Siedlungsbau auf Holzbau setzen. Darüber freue ich mich", berichtet Störmer. Doch längst nicht alle teilen seine Begeisterung für den Holzbau. "Wir haben einmal einen Wettbewerb nicht gewonnen, weil wir einen Holzbau geplant haben. Der Bauherr hat gesagt: 'Das ist mir zu riskant. Das ist noch nicht weit genug.'"

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Ohnehin dürfen nicht überall in Deutschland Holzhäuser gebaut werden. Bauordnungen sind Ländersache, und nicht alle Bundesländer lassen den Holzbau zu. Allerdings soll sich das ändern: Auf der Bauministerkonferenz in Norderstedt vor einem Jahr wurde beschlossen, den Bau von höheren Gebäuden aus Holz zu vereinfachen.

Die Entschließung hatte Hamburg in die Konferenz eingebracht, drei Monate bevor der Klimaplan beschlossen wurde. "Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, bei dieser Bauministerkonferenz zu einem Beschluss zu kommen, der in Zukunft die Möglichkeiten für das Bauen mit Holz erweitern wird", erklärte Dorothee Stapelfeldt, Bausenatorin in Hamburg, nach der Konferenz.

Ein Studentenwohnheim aus Holz

Die Wildspitze ist auch nicht der erste Holzbau in Hamburg: Im Stadtteil Wilhelmsburg etwa wurde das Woodie gebaut. Das ist ein Wohnheim für rund 370 Studenten, das in Containerbauweise entstand. Das bedeutet: Die gleichartigen Wohneinheiten wurde aufeinandergestapelt. Woodie hat aber nur sechs Etagen, ist also deutlich kleiner als die Wildspitze.

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Höher hinaus geht es im Ausland: Die höchsten Holzhochhäuser stehen in Norwegen und Österreich. Das Mjøstårnet in Brumunddal, etwa 130 Kilometer nördlich von Oslo, ist insgesamt 85,4 Meter hoch. Das HoHo in Wien ist zwar 40 Zentimeter niedriger, hat aber mehr Geschosse. Das Haus in Norwegen hat einen Aufbau oben drauf und ist damit derzeit das höchste Holzgebäude. Beide wurden im vergangenen Jahr eröffnet.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Viele wollen hoch hinaus

Aber Rekorde sind dazu da, überboten zu werden: In Amsterdam soll ein 130 Meter hohes Holzhaus gebaut werden, in Rotterdam ein 140 Meter hohes. Das australische Software-Unternehmen Atlassian plant in Sydney einen neuen Firmensitz aus Holz: Er soll 40 Stockwerke und 180 Meter hoch werden. Chicago, mit dem Willis Tower, früher Sears Tower, lange Rekordhalter für den höchsten Wolkenkratzer, will 228 Meter hoch hinaus, Tokio gar 350 Meter.

Die werden dann vielleicht auch ohne Betonkern auskommen. "Ich glaube", sagt Störmer, "dass langfristig die Entwicklung im Holzbau viel weiter geht, dass man viel mehr mit Holz machen kann und dass der Brandschutz angepasst werden muss."

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 Was tun, wenn es brennt?
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Chris33 23. Okt 2020

Es stimmt, dass bei Holz (je nach Verarbeitungsart, also wie homogen das entstehende...

brainslayer 19. Okt 2020

ahso. fahr mal nach rom und schau dir das panteon an. das ist aus beton und es gibt noch...

martinalex 19. Okt 2020

das stimmt allerdings nur wenn alle Bäume etwa gleich alt sind. Wenn man sich einen...

Lacrimula 15. Okt 2020

Mittels Hmtl-Befehl, wie bspw.: Golem URL=https://www.golem.de] Golem https://www...

mxcd 15. Okt 2020

*love* Danke, dass Ihr sowas ernst nehmt.



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