Battlefield 4: Weniger Abstürze und viele Lags

In der Nacht vom 3. auf den 4. November 2013 hat der Battlefield-Entwickler Dice das R6-Server-Update veröffentlicht, das auf alle Ranked-Server aufgespielt wird. Damit möchte er das Problem der häufigen Abstürze während Matches eindämmen, welche die Mehrspielergefechte oft vorzeitig beendet hatten. Der Netcode hingegen bleibt vorerst unangetastet, weswegen gerade auf Servern mit 48 oder 64 Spielern starke Lags häufig zu kuriosen Kills führen – etwa durch Gegner, die gar nicht im Sichtfeld sind.

R6-Update gegen Abstürze
Wenn das eingespielte Squad mal wieder einen Flaggenpunkt eingenommen hatte und die letzte Handvoll Tickets des gegnerischen Teams dahinschmolz – dann lehnten sich viele Spieler von Battlefield 4 am Wochenende nicht entspannt zurück, sondern hofften inständig, dass der Server nicht abstürzen würde. Dies war jedoch oft der Fall, alleine am Sonntag waren bei uns 5 von 13 Partien vorzeitig zu Ende.

Das ist in doppelter Hinsicht ärgerlich: Nicht nur gehen die erspielten Punkte verloren – bei guten Matches über 10.000 -, auch muss Battlefield 4 zeitaufwendig neu gestartet werden, was ohne Installation auf einer SSD quälend lange dauert. Wer die 28 GByte auf einen solchen Flash-Speicher packt, viertelt unseren Messungen zufolge die Ladezeiten im Vergleich mit einer Festplatte.
Ebenfalls ärgerlich: Server verschwinden gerne kurzzeitig aus der Liste, die Verbindung klappt nicht, oder die Warteschlange spielt verrückt. Das im Laufe der Nacht eingespielte R6-Server-Update(öffnet im neuen Fenster) soll diese Probleme beheben, die kommenden Tage werden zeigen, ob der Patch hält, was Dice verspricht.
Wenn der Netcode streikt
Noch nerviger als abstürzende Server aber sind die massiven Verzögerungen zwischen den Spielerclients und dem Server. Diese Lags führen oft zu kuriosen Situationen: Ein Gegner nimmt die eigene Spielfigur unter Beschuss, man hechtet rechtzeitig in Deckung – und stirbt dennoch. Die Gegenseite nämlich hat das Alter Ego erschossen, bevor die Spielfigur um die Ecke gerannt ist, da der Server die Spielerpositionen nicht schnell genug abgeglichen hat.
Umgekehrt passiert es teilweise, dass ein Gegner durch das Sichtfeld sprintet und wir zerknirscht feststellen, dass wir einen Meter neben seinen Kopf gefeuert haben – trotzdem wird die Salve als Kill samt Headshot-Bonus gewertet. Punktgenaue Schüsse aus der Deckung heraus bleiben wiederum gerne in unsichtbaren Wänden stecken, feindliche Kugeln aber fliegen problemlos hindurch.
Zwar gleichen sich derartige Vorfälle aus, oft genug haben wir uns aber gefragt, wie wir sterben konnten, wenn der Gegner eigentlich ein komplettes Magazin im Kopf haben sollte. Dice sollte sich dieser Problematik zügig annehmen, nachdem die Server nun hoffentlich stabil laufen – das Testmatch heute morgen zumindest stürzte nicht ab.



