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Battle Royale: Fortnite zieht zunehmend Cracker an

Für ein paar Cent, aber auch für viele hundert Euro sind derzeit gekaperte Nutzerkonten von Fortnite erhältlich. Entwickler Epic Games dürfte das kaum stören: Das Unternehmen soll mit dem kostenlos verfügbaren Actionspiel im Jahr 2018 einen Milliardengewinn gemacht haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Fortnite Battle Royale
Artwork von Fortnite Battle Royale (Bild: Epic Games)

Rund um Fortnite Battle Royale entsteht derzeit eine professionell organisierte Cracker-Szene. Deren Mitglieder sind einerseits Minderjährige, die pro Woche drei- bis vierstellige Beträge verdienen. Im Hintergrund gibt es aber laut einem Bericht der BBC vom 20. Dezember 2018 auch organisierte Verbrecherbanden, die mit dem Verkauf von Anleitungen und Werkzeugen zum Knacken fremder Nutzerkonten Geld einnehmen.

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Die BBC stellt exemplarisch einen 14jährigen Briten vor, der zuerst selbst seinen Zugang zu Fortnite verloren hat. Bei der Suche nach Hilfe ist er dann auf Twitter auf Angebote aufmerksam geworden, bei denen er Nutzerkonten mit vielen freigeschalteten Extras erstehen konnte - je nach Ausstattung für wenige Cent oder für ein paar hundert Euro.

Nach dem Kauf soll der Spieler von einer Gruppe von Crackern kontaktiert worden sein, die ihm dann Zugang zu Listen mit Passwörtern gezeigt sowie Software zum Knacken von Nutzerkonten über die Zugangsseite von Fortnite verkauft hätten. Damit habe er innerhalb des ersten Tages über Tausend fremde Nutzerkonten übernommen. Im Auftrag anderer Cracker habe er dann als Mittelsmann gearbeitet und so innerhalb weniger Wochen rund 1.500 Britische Pfund (rund 1.660 Euro) verdient - und sich von dem Geld unter anderem ein neues Fahrrad gekauft.

Die BBC hat mit weiteren, überwiegend minderjährigen Crackern aus ganz Europa gesprochen. Sie berichten davon, dass sie pro Woche schon bis zu 2.300 Pfund (rund 2.540 Euro) verdient haben. Den meisten scheint klar zu sein, dass sie gegen Gesetze verstoßen und dass im schlimmsten Fall sogar Haftstrafen drohen. Allerdings scheint keiner ernsthaft damit zu rechnen, geschnappt zu werden.

Die Vertreterin der britischen National Crime Agency bestätigt, dass sich zunehmend gut organisierte Banden mit dem Cracken von Spielen beschäftigen. Die Spielebetreiber fordert sie auf, das Problem ernst zu nehmen, bei Minderjährigen früher als bislang zu intervenieren und enger mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten. Die Firmen neigen dazu, für die Probleme vor allem technische Lösungen anzubieten.

Immerhin scheint das ein Stück weit zu funktionieren: Um Nutzerkonten, die mit Zwei-Faktor-Authentifizierung gesichert sind, machen die Cracker im Normalfall einen Bogen - das Knacken dauert so lange, dass sich der Aufwand nicht lohnt. Epic Games bietet die Lösung schon länger auf freiwilliger Basis an, Anwender bekommen ein paar Ingame-Extras als Belohnung.

Trotz der Probleme mit den Hackern laufen die Geschäfte bei Epic Games vor allem dank Fortnite Battle Royale und dem rund 10 Euro teuren Battle Pass hervorragend. Das Unternehmen soll laut Informationen von Techcrunch allein im Jahr 2018 einen Gewinn von rund 3 Milliarden Euro gemacht haben.



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FrankM 29. Dez 2018

Du musst glaube ich auch nochmal den ersten Post in diesem thread anschauen, von dem...

deadjoe 28. Dez 2018

Fand ich auch schade, klar wars wegen Fortnite - umsatzstärkste Marke derzeit im...

HorkheimerAnders 28. Dez 2018

Wie ist das noch mit dem yo oli und co? Blizzard games leideten jahrelang unter einem...


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