Einfacher aufgebaute und billigere Teslas sind in Vorbereitung

Weitere Einsparungen sollen nicht in den Akkuzellen selbst, sondern beim Einbau der Akkus im Auto gemacht werden. Die gesamte Bodeneinheit der Autos soll nur noch aus zwei gegossenen Teilen bestehen, mit genügend Platz für die Akkuzellen im Inneren. Anstatt aber wie bisher die Akkuzellen zu Modulen zusammenzufassen und die Module in den Zwischenraum des Fahrzeugbodens zu montieren, sollen die Akkuzellen direkt in dem Zwischenraum eingebracht und der Zwischenraum mit einem feuerhemmenden Klebstoff aufgefüllt werden.

Die Stahlgehäuse der verklebten Akkuzellen sollen dabei für einen großen Teil der Steifigkeit der Bodengruppe der Karosserie sorgen und somit Material und Gewicht einsparen. Außerdem werden die Akkus weiter weg vom Rand des Autos angebracht, wo sie noch besser vor Unfällen geschützt sind. Schließlich verbessert sich so das Trägheitsmoment des Autos, womit die Teslas auf der Straße beweglicher werden.

Ein Resultat der billigeren Akkus soll in drei Jahren ein neues Tesla-Modell sein, das noch keinen Namen trägt. Aber es soll für 25.000 US-Dollar erhältlich sein, deutlich billiger als die bisherigen Modelle. Musk kommentierte, dass es egal sei, wie gut und verlockend ein Elektroauto sei, wenn die Menschen einfach nicht genug Geld hätten, um es auch zu kaufen.

Andere Firmen sollen Tesla nacheifern

Tesla werde aber zunächst weiterhin auch Akkus von anderen Herstellern einkaufen. Dabei hob er besonders die weitgehend übersehenen neuen Entwicklungen in der Technologie von chinesischen Herstellern hervor. Dennoch will sich Tesla später vollständig mit Akkus selbst versorgen können. Sollte dabei die Produktion von Tesla einmal größer als der eigene Akkubedarf werden, würde die Firma die überschüssigen Akkus dann auch direkt an andere verkaufen.

Am Ende der Präsentation betonte Musk noch einmal die Wichtigkeit der Verbesserung der Produktionsmethoden und der Integration des Zusammenspiels aller Teile der Produktionskette. Nur so ließen sich die Produktionskosten stark senken und er forderte den Rest der Industrie auf, dem Vorbild von Tesla zu folgen. Bis in die 2030er Jahre müsse die Akkuproduktion etwa verhundertfacht werden, um alle Fahrzeuge auf elektrischen Betrieb umzustellen und genug stationäre Netzspeicher zur Pufferung von erneuerbaren Energien zu bauen.

Die von Tesla vorgestellten Akkus sollen zwar auch in Netzspeichern wie den 3MWh fassenden Megapacks verwendet werden, jedoch waren alle in der Präsentation vorgestellten Akkus für den Gebrauch in Fahrzeugen optimiert. Solche stationären Speicher müssen in Bezug auf Energiedichte, Leistungsabgabe und Schnellladefähigkeit viel geringere Anforderungen erfüllen als Akkus für Fahrzeuge und könnten deshalb anders optimiert werden: etwa durch noch größere Zellen, aus breiteren Bändern, die dicker mit Anoden- und Kathodenmaterial beschichtet werden. Elon Musk deutete jedoch an, dass in der Präsentation nicht alle Entwicklungen bei Tesla gezeigt wurden.

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 Neue Verfahren sollen auch Recycling ermöglichen
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WonderGoal 06. Jan 2021

Du hängst zu sehr an den Lobpreisungen und Ankündigungen der Magazine... Wenn...

WonderGoal 06. Jan 2021

Es wird Tesla immer gerne in den Mund gelegt, dies und jenes "erfunden" zu haben...

derLaie 03. Okt 2020

Die Kosten für heutige Technik innerhalb von drei Jahren zu halbieren klingt irgendwie...

Mr_Gee 29. Sep 2020

Dass bei einem modernen Auto alles tragendes Bestandteil der Karosserie sein muss, wei...



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