Abo
  • Services:
Anzeige
Alessandro Curioni: erster Prototyp 2013
Alessandro Curioni: erster Prototyp 2013 (Bild: IBM)

Battery 500: Auf dem Weg zum leistungsfähigen Autoakku

Alessandro Curioni: erster Prototyp 2013
Alessandro Curioni: erster Prototyp 2013 (Bild: IBM)

Seit 2009 entwickelt IBM Research einen leistungsfähigen Akku für Elektroautos. Die Forscher haben bereits wichtige Fortschritte gemacht, wie einer von ihnen auf der Cebit berichtet.

500 Meilen, also 800 Kilometer mit einer Akkuladung - das ist das Ziel des IBM-Projekts Battery 500. Die Forscher wollen einen Akku mit der Lithium-Sauerstoff-Technik entwickeln, mit dem ein Elektroauto diese Reichweite erzielen kann.

Anzeige

Um eine solche Reichweite zu erzielen, müsste ein Lithium-Ionen-Akku allerdings 1,5 Tonnen wiegen und wäre nicht bezahlbar, erzählte Alessandro Curioni bei einer IBM-Veranstaltung auf der Cebit. Curioni leitet die Forschungsgruppe Computational Sciences bei IBM Research in Zürich. Ein 800-Kilometer-Akku müsse eine Energiedichte haben, die etwa 5- bis 10-mal so groß sei wie die eines aktuellen Lithium-Ionen-Akkus. Die höchste praktische Energiedichte bei dieser Technik liegt laut Curioni bei 100 bis 200 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg).

Immense Energiedichte

Die Wahl sei auf die Lithium-Sauerstoff-Technik gefallen, da diese eine solche Energiedichte ermöglichen soll. Praktisch seien damit 1.000 Wh/kg, theoretisch sogar 11.680 Wh/kg möglich. Die Technik selbst wurde vor etwa 15 Jahren entwickelt. Danach habe sich auf dem Gebiet aber nicht mehr viel getan.

Bei seinem Start im Jahr 2009 sei Battery 500 das einzige Projekt gewesen, das sich mit dieser Technik beschäftigte, erzählt Curioni. Damals seien sie noch von der Industrie belächelt worden. Inzwischen seien an Battery 500 nicht mehr nur IBM und die Forschungslabore des US-Energieministeriums beteiligt, sondern auch Unternehmen. Außerdem arbeiteten zwei weitere Konsortien an Lithium-Sauerstoff-Akkus.

Prozesse simuliert

In den drei Jahren Entwicklungszeit hätten sie wichtige Fortschritte gemacht. Am Anfang habe zwar die Technik funktioniert, doch habe sich der Akku nicht aufladen lassen. Mit Hilfe von Simulationen hätten sie die Prozesse, die bei Entladung des Akkus ablaufen, untersucht. Dabei hätten sie herausgefunden, dass der auf Kohlenstoff basierende Elektrolyt mit dem Lithium-Peroxid auf eine unerwünschte Weise reagierte und den Akku so zerstörte.

Schließlich hätten sie dieses Problem aber lösen und damit zeigen können, dass die Technik funktioniere, berichtet Curioni. Bis Ende kommenden Jahres wollen die Forscher einen funktionsfähigen Prototyp bauen. 2015 soll die zweite Phase des Projekts beginnen, deren Ziel es ist, die gewünschte Energiedichte von 1.000 Wh/kg zu erreichen. In der dritten Phase schließlich soll der Akku zur Serienreife gebracht werden.

Serienreif im nächsten Jahrzehnt

Bis dahin seien aber noch viele Hindernisse zu überwinden, sagt der IBM-Forscher. Nicht alles, was im Labor funktioniere, funktioniere draußen ebenso. Er rechne deshalb damit, dass der Lithium-Sauerstoff-Akku zwischen 2020 und 2030 zur Verfügung stehen werde.

Ein Problem mit dem Rohstoff Lithium sieht Curioni nicht: Der Bedarf daran sei heute noch geringer als die Fördermenge. Die Gefahr, dass er ausgehen könnte, ist nicht vorhanden, da immense Mengen im Meerwasser gelöst seien. Wenn der Rohstoff knapp würde, könnten Verfahren entwickelt werden, um Lithium aus den Ozeanen zu gewinnen.


eye home zur Startseite
Tho_mas 11. Mär 2012

Nachtrag: Die die Doku auf YouTube... ZDF planet e - Die Schwung Maschine 1/2 http...

Tho_mas 11. Mär 2012

Nachtrag: Die die Doku auf YouTube... ZDF planet e - Die Schwung Maschine 1/2 http...

Eheran 09. Mär 2012

Da wird nichts verdampft o.ä. - wobei man sowas natürlich auch machen kann und so...

sskora 09. Mär 2012

stimmt - 100 mio jahre strahlendes Material ist sehr umweltfreundlich ;) ... Klar, in der...




Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Frankfurt
  2. Ratbacher GmbH, Ludwigshafen
  3. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  4. inovex GmbH, verschiedene Standorte


Anzeige
Top-Angebote
  1. (-47%) 31,99€
  2. für 8,88€ kaufen + Rabatt auf Teil 2 sichern!
  3. (-74%) 12,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Hilton Digital Key im Kurztest

    Wenn das iPhone die Hoteltür öffnet

  2. Smartphone

    Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung

  3. Touch-ID deaktivieren

    iOS 11 bekommt Polizei-Taste

  4. Alternative Antriebe

    Hyundai baut Brennstoffzellen-SUV mit 580 km Reichweite

  5. Search Light

    Google testet schlanke Such-App

  6. 3D-Drucker

    Neues Verfahren erkennt Manipulationen beim 3D-Druck

  7. AVS Device SDK

    Amazon bringt Alexa auf Raspberry Pi und andere Boards

  8. Adblock Plus

    OLG München erklärt Werbeblocker für zulässig

  9. Streaming

    Netflix plant 7 Milliarden US-Dollar für eigenen Content ein

  10. Coffee Lake

    Core i3 als Quadcores und Core i5 als Hexacores



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Starcraft Remastered: "Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
Starcraft Remastered
"Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
  1. Blizzard Der Name Battle.net bleibt
  2. Blizzard Overwatch bekommt Deathmatches
  3. E-Sport Blizzard nutzt Gamescom für europäische WoW-Finalspiele

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
Game of Thrones
Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  1. HBO Nächste Episode von Game of Thrones geleakt
  2. Hack Game-of-Thrones-Skript von HBO geleakt
  3. Game of Thrones "Der Winter ist da und hat leider unsere Server eingefroren"

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Workstation AMD bringt Radeon Pro WX 9100
  2. Grafikkarte Radeon RX Vega 64 kostet 500 US-Dollar
  3. Grafikkarte Erste Tests der Radeon Vega FE durchwachsen

  1. Re: Das hört sich doch gut an...

    countzero | 09:05

  2. Re: Nun ja nach Neustart wird auch Code benötigt

    der_wahre_hannes | 09:05

  3. Re: Kein Platz im Smartphone

    der_wahre_hannes | 09:03

  4. Re: WerbeBlocker sind aber nur die halbe Wahrheit

    pigggy | 09:03

  5. Re: und was soll daran so toll sein?

    TrollNo1 | 09:02


  1. 09:01

  2. 08:36

  3. 07:30

  4. 07:16

  5. 17:02

  6. 15:55

  7. 15:41

  8. 15:16


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel