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Batteriezellfabrik Grünheide: Tesla soll 1,1 Milliarden Euro an Fördermitteln erhalten

Die Akkufabrik von Tesla in Grünheide soll angeblich 5 Milliarden Euro kosten. Mehr als ein Fünftel könnten vom Bund übernommen werden.
/ Friedhelm Greis , dpa
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Die Bundesregierung lässt viel Geld über die Tesla-Baustelle regnen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Die Bundesregierung lässt viel Geld über die Tesla-Baustelle regnen. Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Der US-Elektroautohersteller Tesla kann einem Medienbericht zufolge voraussichtlich mit staatlichen Fördermitteln von rund 1,1 Milliarden Euro aus einem europäischen Batteriezellenprogramm rechnen. Der Berliner Tagesspiegel berichtete am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) , die Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium sei reif für die Bewilligung. Tesla will in Grünheide bei Berlin nicht nur die erste Elektroautofabrik in Europa bauen, sondern in der laut Firmenchef Elon Musk "größten Akkufabrik der Welt" auch Zellen produzieren.

Die EU-Kommission hatte Anfang des Jahres zum zweiten Mal Milliardenhilfen zur Unterstützung der Batterieproduktion in Europa genehmigt . Deutschland und elf weitere EU-Länder können bis zu 2,9 Milliarden Euro für 42 Firmen aus zwölf Ländern zusätzlich bereitstellen, damit sollen Fortschritte bei der Elektromobilität erzielt werden. Von den Fördermitteln kann auch Tesla in Brandenburg profitieren. Deutschland koordiniert das zweite Batterieprogramm.

Das Bundeswirtschaftsministerium hält laut Tagesspiegel "bei Produkt- und Produktionserfolg eine Zahl von 2.000 oder mehr Arbeitsplätzen im Batteriebereich des Werks in Grünheide für realistisch" . In einer Publikation des Ministeriums vom August 2021(öffnet im neuen Fenster) wird ein Investitionsvolumen von 5 Milliarden Euro für die Batteriezellfabrik von Tesla genannt. Das wäre mehr als doppelt so viel wie bei den übrigen geplanten Batteriezellfabriken in Deutschland.

Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021
Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021 (07:06)

Dem Bericht zufolge gibt es noch keine offizielle Bestätigung für die Höhe der Tesla-Förderung. Der Prozess sei noch nicht abgeschlossen, sagte das Wirtschaftsministerium dem Tagesspiegel. Und "vor Ausreichung des Zuwendungsbescheids" könnten auch keine Angaben zur Förderhöhe gemacht werden. "Die Ausreichung des Bescheids wird aktuell intensiv vorbereitet und ist für das 4. Quartal 2021 geplant" , sagte demnach das Ministerium.

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In Grünheide sollte ursprünglich bereits Anfang Juli die Herstellung von Elektroautos beginnen, inzwischen peilt Tesla aber das Jahresende an. Das Unternehmen baut derzeit über vorzeitige Genehmigungen, weil die abschließende Entscheidung über die umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg noch aussteht. Wann die Entscheidung kommt, ist bisher offen. Pro Jahr sollen in Grünheide in Brandenburg bis zu 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen.


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