Batteriespeicher: Vereinfachung der netzdienlichen Speichernutzung soll kommen

Wie der Bundesverband der Solarwirtschaft e.V.(öffnet im neuen Fenster) mitteilt, ist im Wirtschaftsausschuss des Bundestages eine Vorlage beschlossen worden, die gleich an mehreren Punkten die Nutzung von Batteriespeichersystemen im Stromnetz erleichtert. Geplant ist, dass die Gesetzänderungen noch in diesem Jahr in Kraft treten soll.
Zunächst sollen Anpassungen im Baugesetzbuch Batterie- und Wärmespeicher im Außenbereich grundsätzlich erlauben. Das käme dann den Regelungen gleich, die bereits für Photovoltaikanlagen gelten.
Variable Nutzung wird netzdienlich
Noch wichtiger dürfte ein anderer Punkt sein, der die Verwendung von Stromspeichern betrifft. Eine Netzentgeltbefreiung soll es zukünftig auch für die Batteriespeicher geben, die nicht ausschließlich Strom aus dem öffentlichen Netz entnehmen und abzüglich der Verluste vollständig zurückführen.
Stattdessen soll die Regelung erweitert werden auf Systeme, die zum Beispiel den privaten Solarstrom speichern und dann für die eigene Nutzung sowie für die Einspeisung ins Netz bereitstellen. Darunter dürften die allermeisten privaten Kleinspeicher fallen, deren Anzahl und Kapazität in den letzten Jahren stark angestiegen ist.
Sie entsprechen 80 Prozent der Gesamtkapazität aller stationären Batteriespeicher in Deutschland. Zudem hat sich das gesamte Speichervermögen in den letzten 3 Jahren mehr als vervierfacht.
Monitoring bleibt fraglich
Wie die Strommengen, die wieder ins Netz eingespeist werden, zu erfassen sind und wie die privaten Stromspeicher erkennen können, wann die Stromaufnahme und -abgabe sinnvoll ist, bleibt als Problem jedoch weiterhin bestehen. Insbesondere für private Haushalte sind intelligente Messsysteme noch in weiter Ferne.
Schon 2023 sah das in den nordeuropäischen Ländern, aber auch in Frankreich oder Italien komplett anders aus. Mindestens 90 Prozent aller Haushalte(öffnet im neuen Fenster) verfügten dort bereits über die Technik.
Aber auch hierzulande ist Bewegung zu beobachten. So gibt es die Initiative Simplify Smart Metering(öffnet im neuen Fenster) , unterstützt von mehreren Stadtwerken und Stromanbietern. Zuletzt wurde außerdem über eine Petition zur Nutzung von Kleinspeichern(öffnet im neuen Fenster) in Mieterhaushalten im zuständigen Ausschuss des Bundestages beraten. Dabei ging es um die Vereinfachung gesetzlicher Regelungen und die Einführungen einer einfacheren Technik zur Erfassung der lokalen Belastung im öffentlichen Stromnetz, um kleine Batteriespeicher netzdienlich einsetzen zu können.



