Batteriespeicher: Stromspeicher glätten Börsenstrompreis teils zu sehr
Eine Marktanalyse von Aurora Energy Research(öffnet im neuen Fenster), einer Beratungsfirma mit Schwerpunkt Energiemärkte, zeigt die Veränderung der Strompreise durch die wachsende Bedeutung von Batteriespeichern in einem Stromnetz auf. Verglichen wurden die Börsenpreise am 20. März 2022 und 2025 im kalifornischen Stromnetz. In diesen drei Jahren verfünffachte sich die verfügbare Leistung der Stromspeicher in dem US-Bundesstaat.
Erkennbar ist, dass sowohl die negativen Ausschläge beim Strompreis in der Tagesmitte als auch die Preisspitzen in den Abendstunden deutlich kleiner wurden. Negative Strompreise in den Mittagsstunden waren 2025 fast verschwunden, und während 2022 abends regelmäßig mehr als 7 Cent je Kilowattstunde (kWh) gezahlt werden musste, wurde dieser Wert 2025 kaum noch erreicht.
Das bedeutet, dass der Strom aus Batteriespeichern 2022 noch mit einem Gewinn von 1,3 Cent verkauft wurde. Mittlerweile hat sich der Gewinn laut ersten Prognosen mindestens halbiert.
Solar und Batterien gleichmäßig ausbauen
Die Entwicklung zeigt, dass Batteriespeicher im Grunde genau das erreichen, wofür sie gebraucht werden. Negative Preise werden zumindest kleiner und hohe Preisspitzen, in den meisten Fällen durch das Einspringen teurer Reservekraftwerke verursacht, werden deutlich minimiert.
Gleichzeitig sinkt dadurch der potenzielle Gewinn, der durch den Bau von Stromspeichern zu erzielen ist. Hier sieht die Beratungsfirma das Problem vor allem im unkoordinierten Zubau. Steigt die Leistung von Batterien schneller als jene aus Solaranlagen, könnten die Strompreisunterschiede zwischen Mittag und Abend noch weiter sinken und Akkumulatoren unrentabel machen.
Hinzu kommt, dass es für Solaranlagen auch in Kalifornien feste Abnahmepreise gibt. Somit spielen die Börsenpreise für deren Betreiber keine Rolle, für die Betreiber von Batteriespeichern aber schon.
Müssten die Solaranlagenbetreiber ebenfalls am Stromhandel teilnehmen, könnte es sich hingegen lohnen, Batterien und Solaranlagen direkt zu koppeln. Dann wiederum wären ausgeglichenere Preise vermutlich das Beste, was den Anlagenbetreibern und den Stromkunden passieren könnte.
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