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Batteriespeicher: Speicherschwarm senkt Preise und entlastet Stromnetz

Ein Verbund aus Millionen Heimspeichern könnte nicht nur das Stromnetz flexibilisieren. Privathaushalte hätten damit auch Zugriff auf Notstrom.
/ Mario Petzold
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Schematische Darstellung eines vernetzten Deutschlands (Bild: Naresys)
Schematische Darstellung eines vernetzten Deutschlands Bild: Naresys

Das Forschungsprojekt Nationale Resilienz für das Energiesystem (Naresys)(öffnet im neuen Fenster) unter Leitung der Universität der Bundeswehr Hamburg(öffnet im neuen Fenster) will einen Schwarm von Batteriespeichern für Privathaushalte und Energieversorger nutzbar machen. Die Idee dahinter ist, dass knapp 22 Millionen Haushalte in Deutschland sich in Mehrfamilienhäusern befinden, wo die Beteiligung an der Energiewende nur bedingt möglich ist.

Auch die Verwendung eines privaten Speichers zahlt sich nur bedingt aus, da dieser sich üblicherweise nur an den groben Marktpreisen orientiert. Ein intelligenter Einsatz, bei dem jederzeit auf Schwankungen im lokalen Stromnetz reagiert werden kann, ist ohne eine zentrale Steuerung kaum denkbar.

Diese könnte laut dem Naresys-Projekt bei einem Netzwerk von mehreren Tausend Kleinspeichern in einem lokalen Stromnetz eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich bringen. Netzengpässe und Lastspitzen könnten direkt im Niederspannungsnetz abgefangen werden, und zwar genau dann, wenn sie auftreten.

Die Netzbetreiber würden die Steuerung der Speicher übernehmen. Die Verbraucher, in deren Wohnung die Speicher stehen, könnten durch weniger Abregelungen und eine verbesserte Netzauslastung von niedrigeren Preisen profitieren.

Resilienz als zweites Argument

Bei einem Stromausfall ließe sich der Batteriespeicher weiterhin verwenden, um das Smartphone zu laden und Licht oder Radio anzuschließen. Mit beiden Funktionen wäre der Schwarm Teil der kritischen Infrastruktur, weshalb die Systeme nach dem Zero-Trust-Prinzip entwickelt werden sollen.

Eine erste Erprobung soll im sächsischen Borna erfolgen. Etwas mehr als 100 Batteriespeicher werden unter realen Bedingungen getestet, weitere Städte sollen folgen.

Ein wichtiges Problem gibt es aber noch, das derzeit auch das Energy Sharing und andere Arten der gemeinschaftlichen Stromnutzung unattraktiv macht. Die Kleinspeicher müssten größtenteils von den Netzentgelten befreit werden, um wirtschaftlich betrieben zu werden. Ein Argument dafür wäre, dass sie den Netzausbau günstiger gestalten und die Stabilität des Stromnetzes verbessern.


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