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Batteriespeicher: Ein Heimspeicher, der nicht zu Hause installiert wird

Batteriehersteller in den USA vertreiben Akkus, die außerhalb des eigenen Stromzählers angeschlossen werden. Das ergibt gleich mehrfach Sinn.
/ Mario Petzold
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Der 40-kWh-Heimspeicher von Base Power (Bild: Base Power Company)
Der 40-kWh-Heimspeicher von Base Power Bild: Base Power Company

Das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) hat am Beispiel der Base Power Company aus Texas den aktuellen Boom der Batteriespeicher in den USA untersucht. Allein im ersten Quartal 2026 seien demnach 8,4 Gigawattstunden Batteriekapazität hinzugekommen, was pro Kopf gerechnet auf dem Niveau Deutschlands läge, wo die Verbreitung von stationären Batteriespeichern jedoch schon länger etabliert ist.

Interessant ist vor allem die Herangehensweise der Installation der Heimspeicher. Die Batterien mit einer Kapazität von bis zu 80 Kilowattstunden werden zwar vornehmlich an Eigenheimen eingesetzt, der Stromanschluss erfolgt allerdings zwischen dem öffentlichen Netz und dem eigenen Stromzähler.

So profitieren die Hauseigentümer im ersten Moment gar nicht von der Batterie. Kommt es jedoch zu einem Stromausfall, schalten die Batteriespeicher um und speisen den Strom ausschließlich in das Stromnetz hinter dem Stromzähler.

Das kann sich in den USA lohnen, deren weitläufiges Stromnetz, im Grunde ausschließlich oberirdisch, störanfällig ist. Zudem werden die Batterien kostenlos zur Verfügung gestellt, im Falle von El Paso Electric sollen Kunden sogar 250 US-Dollar zusätzlich erhalten, damit der Akkumulator aufgestellt werden kann.

Sparsame Nutzung des Stromnetzes

Gleichzeitig betont Zach Dell, CEO von Base Power und Sohn des Gründers von Dell Computers, in dem Bericht, dass auf diese Weise im Gegensatz zu einem Großspeicher aufwendige Anschlussarbeiten oder der Bau zusätzlicher Stromleitungen unnötig sind.

Direkt an den Hausanschlüssen platziert nutzen die Batterien freie Kapazitäten, wenn der Strombedarf niedrig, aber die Stromproduktion hoch ist. Steigt der Strombedarf durch den erhöhten Klimatisierungs- oder Heizungsbedarf, geben die Batterien den benötigten Strom in das lokale Stromnetz ab.

Mit dieser Methode agiert der Batteriehersteller als Stromanbieter mit seinem Netzwerk aus mittlerweile 23.000 einzelnen Batterien und verdient Geld damit, dass Überkapazitäten günstig eingespeichert und bei erhöhtem Strombedarf aus den Batterien Strom zu höheren Preis verkauft werden kann.

Texas, der Bundesstaat, in dem Base Power derzeit am aktivsten ist, produziert einen großen Teil seines Stroms aus Windkraft- und Solaranlagen. Ungefähr 40 Prozent des Stroms stammen aus erneuerbaren Quellen, pro Kopf wird in Texas allerdings dreimal so viel Strom verbraucht wie in Deutschland. Das Stromnetz Texas weist somit einige Parallelen zum deutschen Netz auf.


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