Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Golem Plus Artikel
Batterieherstellung:
Kampf um die Zelle

Die Fertigung von Batteriezellen ist Chemie und damit nicht die Kernkompetenz deutscher Autohersteller . Sie kaufen Zellen bei Zulieferern aus Asien. Das führt zu Abhängigkeiten, die man vermeiden möchte. Dank Fördergeldern soll in Europa eine Art "Batterie-Airbus" entstehen.
/ Dirk Kunde
117 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Elektroauto BMW i3 mit Akkupack (Symbolbild): keine Ambitionen auf eigene Zellfertigung (Bild: BMW)
Elektroauto BMW i3 mit Akkupack (Symbolbild): keine Ambitionen auf eigene Zellfertigung Bild: BMW

European Battery Union (EBU) hört sich staatstragend und offiziell an. Es handelt sich jedoch um ein Firmenkonsortium unter Führung von Volkswagen und dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt . Das Unternehmen wurde 2016 von zwei ehemaligen Tesla-Managern gegründet. Bei der EBU sind noch weitere ungenannte Partner aus Forschung und Industrie aus sieben EU-Ländern mit dabei. Während die Gemeinschaftsidee in Europa mit dem Chaos rund um den Brexit leidet, soll die EBU der Zellfertigung "Made in Europe" Auftrieb verleihen.

Ab Anfang 2020 will die EBU nach eigenen Angaben Batterieforschung betreiben. Das reicht vom Abbau der Rohstoffe über neue Zelltechnologie und Zellfertigung bis hin zum Recycling von Batterien. Das Forschungsbudget stammt von den beteiligten Unternehmen, man bewirbt sich auch um Fördermittel der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat eine Milliarde Euro ausgeschrieben . Derzeit bespricht das Wirtschaftsministerium die geplante Förderung mit der Europäischen Kommission, um möglichst bald mit der Auszahlung beginnen zu können.

Golem Plus Artikel