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Batterieforschung: Keine Hochtemperaturbatterien aus der Lausitz

Weil die Suche nach einem Investor gescheitert ist, wird der funktionierende Prototyp einer keramischen Batterie doch nicht in Serie gefertigt.
/ Mario Petzold
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Prototyp der keramischen Hochtemperaturbatterie von Altech und dem Fraunhofer-Institut (Bild: Fraunhofer IKTS)
Prototyp der keramischen Hochtemperaturbatterie von Altech und dem Fraunhofer-Institut Bild: Fraunhofer IKTS

Das australische Unternehmen Altech(öffnet im neuen Fenster) vermeldet, dass der Aufbau einer Batteriefabrik für 160 Millionen Euro im Industriepark Schwarze Pumpe im sächsischen Teil der Lausitz nicht weiterverfolgt wird. Die Suche nach einem geeigneten Partner hätte nicht zum gewünschten Ergebnis geführt.

Auch eine in Aussicht gestellte Förderung in Höhe von 46 Millionen Euro, die im Zusammenhang mit der Schaffung von knapp 1.000 Arbeitsplätzen hätte gewährt werden können, ist laut Unternehmen nicht ausreichend gewesen, um die Gesamtinvestitionen und die bereits aktuell bestehenden Betriebskosten zu rechtfertigen.

Demnach würde das Grundstück an die sächsische Kommune Spreetal zurückveräußert. Die Patente für die Batterietechnologie verbleiben beim Fraunhofer-Institut für keramische Technologien und Systeme(öffnet im neuen Fenster).

Prototyp übertraf die Erwartungen

Gemeinsam mit Altech hatte das Fraunhofer-Institut 2024, zwei Jahre nach Beginn der Partnerschaft, einen funktionstüchtigen Prototyp vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Er hätte vor allem in Bezug auf Wirkungsgrad und Lebensdauer die Erwartungen übertroffen.

Ziel des Projekts Cerenergy war es, mit möglichst preiswerten, gut verfügbaren Materialien eine konkurrenzfähige Batterie für den stationären Betrieb zu entwickeln. Die Zellen, die aus Natrium, Nickel, Chlor und Schwefel aufgebaut sind, erreichen eine Lebensdauer von zehn Jahren bei einem täglichen Ladezyklus, geben mehr als 90 Prozent der gespeicherten Energie wieder ab und benötigen durch die hohe Betriebstemperatur von 300 °C keine Klimatisierung.

Lithiumpreis als Problem

Die Zielkosten lagen bei Projektstart bei 100 Euro pro Kilowattstunde (kWh). Das wäre im Jahr 2022 ein fast konkurrenzlos niedriger Preis gewesen. Zu der Zeit hatte sich der Preis von Lithium innerhalb eines Jahres verfünffacht, sank in den Jahren danach aber wieder stark, annähernd auf das Niveau vor der Kostenexplosion im Jahr 2022.

Gleichzeitig ließ die Entwicklung von Lithium-Eisenphosphat-Batterien und Natrium-Ionen-Batterien die Preise insgesamt sinken, so dass Batteriezellen mittlerweile deutlich weniger als 100 Euro pro kWh kosten. Das dürfte zumindest zum Teil erklären, weshalb die Investorensuche nicht erfolgreich war und das Projekt vorerst eingestellt wurde.


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