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Batterieentwicklung: VW wirbt Akkuspezialisten von Apple und BMW ab

Volkswagen will sein eigenes Know-How bei Akkus durch neues Personal verbessern. Apples Chefentwickler für Akkus ist nun bei VW.
/ Andreas Donath
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Soonho Ahn (Bild: LinkedIn)
Soonho Ahn Bild: LinkedIn

Apple hatte im Dezember 2018 den Samsung-Manager Soonho Ahn abgeworben, der der globale Leiter der Akkuentwicklung des koreanischen Konzerns war. Nun arbeitet Soonho Ahn bei Volkswagen. Auch im LinkedIn-Profil(öffnet im neuen Fenster) von Ahn ist zu sehen, dass er von Apple zu Volkswagen wechselte.

Das gilt auch für Jörg Hoffmann von BMW, einen Feststoff-Zellspezialisten. Dieser arbeitet nun bei Volkswagen, wie das Manager-Magazin(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) berichtet. Auch den Ingenieur Sebastian Wolf, der bislang beim chinesischen Akkuspezialisten Farasis beschäftigt war, konnte Volkswagen abwerben.

Volkswagen hat sich auch mit insgesamt 200 Millionen US-Dollar an dem börsennotierten Unternehmen Quantumscape beteiligt. Dabei handelt es sich um eine Ausgründung der Stanford University. Das Unternehmen hält mehr als 200 Patente und Patentanträge für Festkörperakkus. VW ist seit 2018 an dem Unternehmen beteiligt. Beide Unternehmen arbeiten seit 2012 zusammen. Quantumscape ist nicht unumstritten: Angaben zu Energiedichten seiner Akkutechnik hält das Unternehmen unter Verschluss, obwohl es damit wirbt, dass die eigene Technik eine überlegen hohen Energiedichte aufweist.

Relevante Daten zum Aufbau der Kathode, dem Anteil an inaktiven Materialen, ihrer Dicke oder ihrem Gesamtgewicht oder zum Separator werden von Quantumscape nicht gemacht. Trotz alledem ist das Unternehmen mit 10 Milliarden US-Dollar an der Börse bewertet. Ohnehin könnte sich die Hoffnung auf die Festkörperakkus als Trugschluss erweisen: Diese benötigen deutlich mehr Lithium pro kWh als herkömmliche Akkus.


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