Bastelwastel: Restory macht Reparatur von alter Elektronik zum Beruf
Wer beim Anblick eines alten Handhelds zuerst an Schraubendreher statt an Elektroschrott denkt, dürfte sich in Restory – Chill Electronics Repairs schnell zuhause fühlen. Die frisch veröffentlichte Simulation des Entwicklerstudios Mandragora macht die Reparatur alter Unterhaltungselektronik zum zentralen Spielprinzip.
Schauplatz: Tokio, ungefähr Mitte der 2000er Jahre. Spieler betreiben dort eine kleine Werkstatt und bekommen defekte Konsolen, Handhelds, Mobiltelefone, Kameras, Musikplayer und Haushaltsgeräte auf den Tisch.
Diese werden aufgeschraubt und zerlegt, Einzelteile gereinigt oder ausgetauscht und anschließend wieder zusammengesetzt. Ersatzteile lassen sich stilecht über einen simulierten Webbrowser aus der Y2K-Ära bestellen.
Mit Lizenz von Atari
Die meisten Geräte erinnern lediglich an reale Vorbilder. Eine Ausnahme bildet Atari: Der Hersteller hat seine Marke offiziell für Restory freigegeben, weshalb einige klassische Konsolen mit richtigem Namen und Design auftauchen. Neben der eigentlichen Reparatur müssen Spieler Aufträge verwalten und die Finanzen ihres kleinen Betriebs im Blick behalten.
Ganz so technisch-nüchtern wie ein Repair Café ist Restory allerdings nicht. Die Kunden erzählen persönliche Geschichten, bei denen Entscheidungen Auswirkungen auf den weiteren Verlauf haben.
Verfügbar für Windows-PC und MacOS
So kann beispielsweise der Inhalt eines zur Reparatur abgegebenen Telefons den Spieler vor die Frage stellen, ob er einen verdächtigen Fund melden soll. Die Handlung verzweigt sich entsprechend und besitzt mehrere mögliche Enden.
Das ungewöhnliche Konzept kommt bislang ausgesprochen gut an. Auf Steam sind 98 Prozent von mehr als 500 Nutzerbewertungen positiv. Auch erste professionelle Tests fallen sehr gut aus.
Monster Vine vergibt(öffnet im neuen Fenster) 5 von 5 Punkten und wundert sich darüber, wie angenehm "Schrubben und Schraubendrehen" sein könne. The Wand Report bewertet(öffnet im neuen Fenster) Restory mit 8 von 10 Punkten und lobt die Mischung aus "2000er-Nostalgie, Restaurierungsmechaniken und turbulenter Handlung".
Bemerkenswert sind auch die Spielerzahlen. Laut SteamDB(öffnet im neuen Fenster) erreichte Restory kurz nach Veröffentlichung einen Höchststand von 12.419 gleichzeitig aktiven Spielern. Damit schafft es die kleine Elektronikwerkstatt-Simulation zum Start sogar unter die derzeit meistverkauften Spiele auf Steam. Restory – Chill Electronics Repairs ist für Windows-PC und MacOS(öffnet im neuen Fenster) für 20 Euro erhältlich.