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Bastelsets und Spielzeug: Spiel- und Lern-Ideen für Weihnachten

In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir elektronisches Spielzeug und Bastelsets für Elektronik- und Programmiereinsteiger ausprobiert. Eine Übersicht für den Wunschzettel zu Weihnachten.
/ Alexander Merz
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Tux freut sich auf Weihnachten (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Tux freut sich auf Weihnachten Bild: Martin Wolf/Golem.de

Noch unentschieden, was für den Nachwuchs oder das innere Kind unterm Weihnachtsbaum liegen soll? Von Oktober bis Dezember dieses Jahres haben wir eine ganze Reihe potenzieller elektronischer Geschenkideen getestet und ausprobiert. Manche sind einfach nur zum Spielen, doch es gibt immer mehr Produkte, die sich ohne viel Aufwand auch selbst programmieren lassen. Alle nachfolgend vorgestellten Produkte sind entweder bereits im Handel verfügbar oder sollen bis spätestens Weihnachten geliefert werden.

Programmieren mit Bug oder Bricks

Einen preiswerten Einstieg in die Elektronikprogrammierung bietet der Codebug . Die kleine Platine in Käferform mit ihrem Display aus roten LEDs und zwei Buttons kostet nur 20 Euro und wird per Online-IDE programmiert.

Weiteres Zubehör ist nicht erforderlich. Eine Vielzahl von Beispielprogrammen und Minispielen bringt schnelle Erfolgserlebnisse. Der Codebug eignet sich zum Testen, ob sich der Nachwuchs für elektronische Spielereien begeistern kann.

Codebug angetestet
Codebug angetestet (02:48)

Reichen blinkende LEDs nicht mehr aus, bietet der mBot neue Herausforderungen. Der Roboterbaukasten enthält alle notwendigen mechanischen und elektronischen Komponenten, um einen einfachen autonomen Teppichkrieger zu bauen.

Der Hersteller bietet eine IDE für die visuelle Programmierung, genauso gut kann aber auch die Arduino-IDE zum Einsatz kommen. Zum Preis von rund 80 bis 90 Euro in Deutschland gehört er zu den preiswerteren Roboterbausätzen mit nur kleinen Kompromissen.

Makeblocks mBot - Test
Makeblocks mBot - Test (02:09)

Explizit als pädagogisches Experimentierset versteht sich Brick'r'Knowledge . Damit lässt sich eine Vielzahl von elektrischen und elektronischen Schaltkreisen zusammenstecken.

Doch bei den Grundlagen bleibt es nicht. Unter den mehr als 400 Bausteinen finden sich nicht nur klassische Bauelemente wie Widerstände und LEDs, sondern auch Operationsverstärker und Microcontroller. Die Preise für die Sets beginnen bei 150 Euro.

BrickRKnowledge- Test
BrickRKnowledge- Test (02:04)

Basteln mit Tinker- oder Cagebots

Die Tinkerbots bestehen aus zusammensteckbaren Würfeln. Damit kann eine Vielzahl von Modellen gebaut werden wie zum Beispiel Autos, Kräne oder Tiere. Die Motoren und Servos der Konstruktionen werden per Smartphone oder Tablet gesteuert.

Alternativ können Bewegungsabläufe aber auch einfach am Modell vorgemacht, gespeichert und wieder abgespielt werden. Die Tinkerbot-Sets richten sich zwar an Kinder - da die Elektronik Arduino-kompatibel ist, taugen sie aber auch für erste Programmierexperimente. Die Sets kosten ab 170 Euro.

Leonhard Oschütz über Tinkerbots
Leonhard Oschütz über Tinkerbots (06:12)

Das Cagebot-System richtet sich hingegen an ernsthafte Bastler, die sich für Alternativen zu Lego Technik und Fischertechnik interessieren. Obwohl es auf den ersten Blick an einen Metallbaukasten erinnert, sind die Bauteile aus einem widerstandsfähigen Kunststoff.

Auch die Elektronik steckt in stabilen Gehäusen. So können robuste, programmierbare Roboter und Maschinen gebaut werden. Auch hier beginnen die Preise für die Sets bei 170 Euro.

Cagebot ausprobiert
Cagebot ausprobiert (01:16)

Rennstrecke und Weltraumbahnhof im Wohnzimmer

Kinder vom Sofa herunter zu locken versucht Ravensburger mit dem Space Hawk . Das große Spielzeug-Raumschiff erwacht mit Hilfe eines Smartphones und einer App zum Leben. Innerhalb der App wird eine interaktive Abenteuergeschichte erzählt.

Zum Durchspielen der Geschichte reicht es aber nicht aus, auf dem Bildschirm des Smartphones herumzudrücken, stattdessen gilt es, kräftezehrend herumzulaufen. Das Basisset kostet im Handel um die 35 Euro, weitere Missionen sind für 17 Euro erhältlich.

Space Hawk - Unendliche Weiten im Wohnzimmer
Space Hawk - Unendliche Weiten im Wohnzimmer (02:21)

Anki Overdrive hat die klassische Autorennbahn fast neu erfunden. Die kleinen Flitzer werden per Smartphone über die Strecke gejagt. Fehlt es an menschlichen Mitspielern, übernimmt der Computer.

Im Rennen und in weiteren Spielmodi zählt nicht nur Geschick, sondern auch Treffsicherheit mit den virtuellen Board-Waffen. Das Basisset mit zwei Autos und zehn Streckenelementen kostet 180 Euro.

Anki Overdrive - Test
Anki Overdrive - Test (01:44)

Wer vor allem ballern will und keine Rennstrecke braucht, kann auch einen Blick auf Woowee Rev werfen. Auch hier werden die Fahrzeuge per Smartphone oder Tablet ferngesteuert und es gilt, den Gegner über den Haufen zu schießen.

Zwar kann auch hier der Computer einen menschlichen Gegner ersetzen, so gut wie bei Anki funktioniert das allerdings nicht. Dafür bieten die Autos ein gewisses Bastelpotenzial. Im Handel gibt es zwei Fahrzeuge im Paket für zirka 130 Euro.

Wowwee REV - Test
Wowwee REV - Test (02:11)

Zum Filmen

Pünktlich zu Weihnachten hat Parrot die Bebop 2 vorgestellt. Die leicht zu fliegende Drohne kann Filme in Full-HD aufnehmen und bleibt bis zu 25 Minuten in der Luft. Per, leider kostenpflichtigem, Update können die Drohnen von Parrot mittlerweile auch automatisch vordefinierte Wegpunkte abfliegen.

Die neue Drohne ist zwar teurer als der Vorgänger, dank größerem Akku entfallen aber teure Investitionen in mehrere Zusatzakkus. Im Handel kostet die Bebop 2 um die 550 Euro. Der Vorgänger ist aber ebenfalls noch interessant. Die Aufnahmequalität ist nicht schlechter, allerdings beträgt die Flugzeit nur zehn bis zwölf Minuten. Dafür ist der Straßenpreis teilweise bereits auf unter 400 Euro gerutscht.

Parrot Bebop 2 vorgestellt - Bericht
Parrot Bebop 2 vorgestellt - Bericht (01:21)

Bereits im Frühjahr nach einem Besuch der Nürnberger Spielwarenmesse mussten wir feststellen, dass sich die klassischen Spielwaren-Unternehmen vergleichsweise konservativ geben, das hat sich im Lauf des Jahres bestätigt. Wenn sich namhafte Unternehmen doch an die Digitalisierung wagen, ist das Ergebnis wenig vertrauenswürdig . Wen digitales Spielzeug und lehrreiche Elektronik interessiert, der muss sich wohl auch 2016 abseits der einschlägigen Spielzeugläden umschauen.


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