Bastelrechner: Winziger Linux-Computer ist so groß wie eine SD-Karte

Der chinesische Hersteller Mangopi hat eine Vorschau auf ein kommendes Projekt gegeben. Es soll ein Mini-Computer mit vierkernigem ARM-Prozessor(öffnet im neuen Fenster) entstehen, der nicht größer als eine SD-Karte ist. Das hat das Unternehmen offenbar geschafft und die Linux-Box vorgestellt. Wie der Name suggeriert, soll auf dem System eine Linux-Distribution laufen - im Beispiel handelt es sich um Tina-Linux für Embedded-Geräte.
Es ist noch nicht viel über das kommende Compute-Modul bekannt. Offenbar soll es mit einem Allwinner H616(öffnet im neuen Fenster) ausgestattet werden. Das 64-Bit-ARM-SoC kann auf vier Cortex-A53-Kerne zugreifen. Außerdem wird LPDDR4- oder LPDDR3-Speicher unterstützt. Der Hersteller verrät bisher nicht direkt, wie viel und welche Art von Speicher auf dem Board verbaut ist.
Zeit für ARMbian
In einem Screenshot(öffnet im neuen Fenster) wird allerdings deutlich: Tina-Linux läuft auf dem System mit 1 GByte RAM. Es wäre daher möglich, andere Linux-Distributionen darauf zum Laufen zu bringen. Der Hersteller will etwa die für ARM-Chips gedachte Debian-Distribution ARMbian damit ausprobieren. Andere User könnten sich vorstellen, den Computer als Video-Abspielsystem zu verwenden.
Full-HD bei 60 Hz sind über HDMI zumindest erreichbar. Auch unterstützt das SoC H.265 bei 4K/60 und H.264 4K/25. Allerdings zeigt der Hersteller das Board auf einer separaten Adapterplatine. Durch den kompakten Formfaktor ist auf dem Mini-PC selbst kein Platz für Anschlüsse. Stattdessen sind an den Seiten Kontakte vorhanden.



Weitere Informationen zur Linux-Box verrät Mangopi bisher nicht. Das gilt auch für Verfügbarkeiten und Preise. Offenbar gibt es zumindest einige Interessenten, die sich gerne einen so kompakten Einplatinenrechner zulegen würden.



