Bastelrechner: Vulkan 1.1 steigert Grafikleistung des Raspberry Pi merklich

Die Khronos-Gruppe hat die Kompatibilität von Vulkan 1.1 für den Raspberry Pi 4(öffnet im neuen Fenster) angekündigt. Laut Messungen des Herstellers Raspberry Pi Foundation werden durch die neuere Grafik-API bis zu 60 Prozent höhere Leistungen erzielt.
Das gilt vor allem für Inhalte, die mit der Unreal Engine 4 gerendert werden. Aber auch andere Testprogramme wie Quake3e, Doom 3, Sponza und mehr erhalten einen deutlichen Leistungszuwachs.
Das bedeutet nicht, dass die Gaming-Leistung für die Unreal Engine 4 ausreicht. Dafür ist der kleine Raspberry Pi 4 (Test) generell nicht geeignet. Das betont auch die Foundation noch einmal deutlich. "Bevor ihr zu euphorisch werdet, sollte ich festhalten, dass UE4 ziemlich leistungsintensiv ist und die Leistung noch immer nicht für Gameplay ausreicht" , schreibt Alex Bate von der Raspberry Pi Foundation.
Vulkan 1.1 als Teil von Mesa
Vulkan 1.1 wird im v3dv-Mesa-Treiber(öffnet im neuen Fenster) verpackt und soll laut Hersteller bald auch für die hauseigene Linux-Distribution Raspberry Pi OS erscheinen. Neben Vulkan 1.1 werden Geometry Shader und weitere optionale Vulkan-Funktionen freigeschaltet. Eine Liste stellt der Hersteller in der Mesa-Dokumentation(öffnet im neuen Fenster) bereit.
Die Foundation will parallel dazu den Support für Apps wie den Grafik-Debugger Renderdoc(öffnet im neuen Fenster) und das Logging-Tool GFXreconstruct(öffnet im neuen Fenster) ausbauen. Beide Programme können von Vulkan-Entwicklern genutzt werden - auch auf einem Raspberry Pi 4.
Die Raspberry-Pi-Community wünscht sich neben Vulkan 1.1 andere Features wie etwa den Support von OpenCL. "OpenCL-Support würde OpenCV und Deep Learning auf dieser fantastischen Plattform ermöglichen" , schreibt ein Community-Mitglied unter den Ankündigungsartikel. Möglicherweise wird das in einer kommenden Version noch ergänzt.




