Bastelrechner: Raspberry Pi 4 schafft Übertaktung auf 2,15 GHz

Das hat ein Redakteur und Bastler festgestellt. Zwischen dem Raspberry Pi 4B, Compute Module 4 und Pi 400 liegen merkliche Unterschiede.

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Ohne Heatsink ist das Raspberry Pi 4B schnell überfordert.
Ohne Heatsink ist das Raspberry Pi 4B schnell überfordert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Der Redakteur Elliot Williams von Hackaday hat mehrere Versionen des Raspberry Pi 4 auf die Leistungsprobe gestellt und die Modelle einer Übertaktung unterzogen. Getestet wurden der Raspberry Pi 4B, das Compute Module 4 und der neue Raspberry Pi 400 im Tastaturgehäuse. Obwohl alle Modelle auf ein gleiches Broadcom-SoC setzen, unterscheiden sich diese in den Revisionen noch einmal. Das führte im Test zu merklichen Unterschieden.

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Williams konnte den neuen Raspberry Pi 400 etwa zunächst auf 2 und dann auf 2,15 GHz Frequenz übertakten. Der angestrebte Takt kann über die Textdatei /boot/config.txt eingestellt werden. Allerdings bootet das System bei mehr als 2,15 GHz nicht mehr, obwohl der im Gehäuse verbaute Heatspreader dies theoretisch schaffen würde. Es wurden selbst bei 2,15 GHz unter dreistündiger Volllast etwa 62,5 Grad Celsius gemessen, was annehmbare Temperaturen sind.

Das ist ein merklicher Unterschied zum Raspberry Pi 4B, der bereits im Golem.de-Test mit Drosselungsproblemen durch zu hohe Temperaturen zu kämpfen hatte. Hier wird eine Form von Heatsink empfohlen, welches nicht ab Werk vorinstalliert ist. Allerdings sind die kleinen Aluminium-Spreader, die das SoC bedecken, nicht unbedingt für Overclocking geeignet. Das preiswerte Zubehör reicht aus, um den Pi 4B auf 1,8 GHz zu betreiben. Dort ist allerdings die Grenze für das System.

Raspberry-Pi-Gehäuse ist nicht ideal

Auch ist etwa das kaum belüftete Raspberry-Pi-Case des Herstellers eine schlechte Idee. Ein darin installiertes Board drosselt bereits nach 10 Minuten Volllast auf 1,1 GHz herunter. Der Pi 4B taktet zudem standardmäßig mit nur 1,5 GHz statt 1,8 GHz, was für ein energieeffizienteres SoC im Pi 400 spricht.

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Das Compute Module 4 taktet ebenfalls standardmäßig mit 1,5 GHz pro Kern, scheint aber auch energieeffizienter zu arbeiten. Bei Werkseinstellungen erzeugt das SoC weniger Abwärme und erreicht ohne Heatsink etwa 70 Grad Celsius. Der Pi 400 kommt mit 1,8 GHz auf 60 Grad. Diese Werte erreicht das ursprüngliche Pi 4B nicht.

Es ist nicht unbedingt nachteilig, den Raspberry Pi per Config-Datei zu übertakten. Die Werte stellen nur die Obergrenze für den Chip dar. Standardmäßig arbeitet das System mit dynamischen Taktraten, die im Idle weiterhin bis auf 600 MHz absinken, um Energie zu sparen. Ein Teilfazit von Williams lautet daher: "Ich werde mein Pi 400 auf 2,15 GHz betreiben - warum nicht?"

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Bigfoo29 14. Nov 2020

Jepp... genau das Armor-Dingens meine ich. Wobei das irgend ein OEM-Teil ist, auf das...

superdachs 12. Nov 2020

Sicher ein netter Client, aber mehr auch nicht. Kein RAID (bzw vernünftig ZFS-Raid...

Vögelchen 12. Nov 2020

Sollte man vielleicht abwarten, ob der neue Chip dann auch in den normalen Raspi kommt?

Tarnatos 12. Nov 2020

Ja darüber findet man auch noch mehr: youtube(dot)com / watch?v=b7_RkCkaJjE



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