Bastelrechner: Nanopi Neo3 passt auf eine halbe Kreditkarte

Der Onlineshop Friendlyarm hat den neuen Nanopi Neo3 ins Angebot aufgenommen(öffnet im neuen Fenster) . Der winzige Computer kostet 20 US-Dollar und soll für diverse Projekte genutzt werden können, die auch ohne Bildschirm als Headless-Applikationen realisiert werden. Das liegt daran, dass auf der 48 x 48 mm großen Platine einfach kein Platz für ein entsprechendes Displayinterface ist. Der verbaute USB-C-Port soll nur für die Stromversorgung genutzt werden können.
Dafür sind andere Ports vorhanden, darunter USB-A 3.2 Gen1 und ein RJ-45-Anschluss für Gigabit Ethernet. Ein weiterer USB-2.0-Header ist vorhanden und etwa zu entsprechenden Frontpanels oder Erweiterungskarten kompatibel. Außerdem lässt sich der Minirechner per 20-Pin-GPIO in viele Projekte einbinden, die etwa auch mit einem wesentlich größeren Raspberry-Pi umgesetzt werden.
Vier Kerne und 2 GByte RAM
Der Neo3 hat keinen dedizierten Flash-Speicher. Stattdessen wird eine Micro-SD-Karte verwendet, von der das Betriebssystem und Dienste booten können. Das System hat aber Platz für 1 oder - bei 5 US-Dollar Aufpreis - 2 GByte DDR4-RAM. Das zentrale Rechenelement ist ein Rockchip RK3328 - ein Vierkernprozessor mit vier ARM-Cortex-A53-Cores und einer Taktrate von 1,3 GHz. Der 64-Bit-Chip sollte von aktuellen Linux-Betriebssystemen unterstützt werden können. Der Onlineshop empfiehlt etwa Ubuntu Core 18.04.






Friendlyarm bietet neben dem Neo3 auch weiterhin den Vorgänger Neo2(öffnet im neuen Fenster) an. Der ist noch einmal kleiner und hat mehr GPIO-Pins. Dafür ist der Prozessor langsamer und der RAM ist mit 512 MByte kleiner. Auch sind weniger Erweiterungsmöglichkeiten für Anschlüsse verfügbar, da ein USB-2.0-Header fehlt. Beide Platinen kosten 20 US-Dollar. Der Shop gibt an, dass es wegen der Coronapandemie derzeit zu Verzögerungen bei der Lieferung kommen kann.