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Nano Pi M1+ und A64
Nano Pi M1+ und A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bastelrechner Nano Pi im Test: Klein, aber nicht unbedingt oho

Nano Pi M1+ und A64
Nano Pi M1+ und A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Als kleine, günstige Alternative zum Raspberry Pi konzipiert, wecken die Nano Pis immer wieder die Aufmerksamkeit von Bastlern. Der Hersteller hat mittlerweile eine ganze Reihe der Rechner vorgestellt. Wir haben zwei Modelle getestet und sind zu zwei höchst unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.
Ein Test von Alexander Merz

Vor rund zwei Jahren hat der chinesische Hersteller FriendlyARM den ersten Nano Pi vorgestellt, mittlerweile gibt es elf Modelle in der Preisspanne von 8 bis 40 US-Dollar. Wir haben uns zwei aktuelle Geräte näher angeschaut - und dabei nicht vergessen, dass der Softwaresupport chinesischer Bastelrechner traditionell eher fragwürdig ist. Wir wurden teilweise freudig überrascht, was allerdings nicht das Verdienst des Herstellers ist. Zuraten können wir nur zu einem der beiden Geräte.

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Nano Pi M1+ - der Raspberry-Pi-3-Konkurrent

Der Nano Pi M1+ basiert auf dem Allwinner H3-SoC, hat also vier Cortex-A7-Kerne mit 1,2 GHz getaktet und eine Mali-400-GPU. Er hat 1 GByte RAM, funkt im WLAN auf 2,4 GHz, unterstützt Bluetooth 4.0 und kostet so viel wie der Raspberry Pi 3. Darüber hinaus hat der M1+ aber auch noch 8 GByte eMMC-Speicher, Gigabit-Ethernet und einen IPX-Anschluss für eine externe Antenne. Dazu ist die Platine mit 64 x 60 mm rund ein Drittel kleiner als ein Raspberry Pi. Allerdings hat der M1+ größenbedingt nur zwei USB-2-Ports. Das macht ihn auf dem Papier insgesamt zu einem attraktiven Konkurrenten für den Raspberry Pi 3.

  • Beide Minirechner kommen in einer neutralen Verpackung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Nano Pi A64 mit angesteckter Antenne (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 - Front (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • NanoPi A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 - die Bauteile sind eng gepackt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 - Rückseite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Nano Pi M1+ - Front (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ - Rückseite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Beide Minirechner kommen in einer neutralen Verpackung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der günstige Nano Pi A64

Hinsichtlich der Größe, sonstiger technischer Daten und der wesentlichen Anschlüsse gibt es nur wenige Unterschiede zwischen dem Nano Pi A64 und dem M1+. Wie der Name bereits sagt, kommt auf dem A64 ein Allwinner-A64-SoC zum Einsatz, das heißt, vier Cortex-A53-Kerne mit 1,1 GHz getaktet und Mali-400-GPU. Auf Bluetooth und den eMMC-Speicher müssen Nutzer verzichten. Dafür ist der Rechner etwas günstiger als der M1+.

Eine Merkwürdigkeit betrifft nicht nur diese beiden Nano-Pi-Modelle: Es gibt zwar nur zwei grundlegende Größenformate, aber die Anschlüsse liegen praktisch bei jedem Nano-Pi-Modell an anderer Stelle. Obwohl der M1+ und der A64 gleich groß sind und die gleichen Anschlüsse haben, benötigen sie deshalb unterschiedliche Gehäuse.

Nano Pi M1+: anschalten und loslegen

Auf dem Nano Pi M1+ ist Debian 8 mit dem üblichen Uralt-Kernel 3.4 bereits auf dem eMMC-Speicher vorinstalliert. Das obligatorische Bespielen einer Micro-SD-Karte entfällt. Wir müssen den Rechner lediglich verkabeln.

Die Stromversorgung erfolgt per Micro-USB-Buchse, der Hersteller empfiehlt ein 5V/2A-Netzteil. Bei unseren Strommessungen kommen wir aber im laufenden Betrieb nicht über 0,65 Ampere hinaus.

Die Desktopoberfläche ist aufgeräumt, als Windowsmanager kommt Openbox zum Einsatz. Als Browser ist Iceweasel installiert, den Debian vor fast einem Jahr wieder durch Firefox ersetzt hat - ein Indiz, dass die Nano-Pi-Distribution nicht allzu aufmerksam gepflegt wird.

Unerwartete Entdeckung

Beim Herumspielen mit dem vorinstallierten SMPlayer stoßen wir auf ein bereits vorhandenes Video: den Trailer zu Transformers 2. Wir starten es und zu unserer Freude wird das h.264-1080p-codierte Material hardwareunterstützt abgespielt. Aber wir hören nichts. Dazu müssen wir erst, wie im Wiki beschrieben, eine Konfig-Datei ändern, damit das Tonsignal über HDMI ausgegeben wird.

So motiviert, probieren wir, Kodi zu installieren - doch das existiert in den chinesischen Package-Repositories nicht. Die Linux-Distribution Armbian läuft aber mittlerweile recht gut auf den Allwinner-H3-SoCs. Und im Gegensatz zu den Standarddistributionen ist es Armbian gelungen, Kodi zum Laufen zu bekommen. Der Nano Pi M1+ wird inzwischen auch direkt von Armbian unterstützt. Wir entscheiden uns, eine Micro-SD-Karte mit Armbian zu bespielen.

Die Community bietet eine Alternative 

eye home zur Startseite
gadthrawn 07. Jun 2017

Zu Non-Cortex-M auf absteigenden Ast Eigentlich - Nein. In Automobilen werden gerne...

ffx2010 03. Jun 2017

Danke euch, habe mir jetzt ein gebrauchtes Zotac nb22 für 50 Euro komplett zugelegt. Ist...

rellla 01. Jun 2017

Hallo, klink ich mich mal ein. Kurzer Überblick zum Sachstand: 3.4er Kernel - 3D Mali...

ulink 01. Jun 2017

Ist zwar nicht ganz genau das was Du willst aber trotzdem: https://www.armbian.com...

tkaiser 01. Jun 2017

Da es hier um zwei Allwinner basierte Boards geht, darf linux-sunxi nicht unerwähnt...



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