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Nano Pi M1+ und A64
Nano Pi M1+ und A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wenig Distributionen für den Nano Pi A64

Der Nano Pi A64 gehört mit dem Pine 64, Banana Pi M64 und Orange Pi Win zu jenen 64-Bit-ARM-Rechnern, die in den vergangenen Monaten auf den Markt gekommen sind, sich vor allem durch ihren Preis unter 100 Euro auszeichnen und auch explizit als 64-Bit-Rechner vermarktet werden - im Gegensatz zum ebenfalls 64-Bit-fähigen Raspberry Pi 3. Der A64 gehört dabei noch zu den günstigeren Modellen.

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Leider haben sich die 64-Bit-Rechner auf Basis des Allwinner A64 bislang keinen guten Ruf erworben, Linux läuft zwar, aber ohne Grafik-/Videobeschleunigung. Das klappt nur unter Android. Der Nano Pi A64 ist da keine Ausnahme.

Regulär wird nur Ubuntu Core unterstützt

Der Hersteller FriendlyArm macht daraus auch kein Geheimnis: Als Distribution wird regulär nur Ubuntu Core unterstützt. Eine Ubuntu-Mate-Distribution wird zwar angeboten, allerdings bietet der Hersteller dafür keinen Support. Merkwürdig ist, dass kein Android angeboten wird. Auch Armbian bietet keine Variante für den Nano Pi A64.

  • Beide Minirechner kommen in einer neutralen Verpackung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Nano Pi A64 mit angesteckter Antenne (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 - Front (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • NanoPi A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 - die Bauteile sind eng gepackt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi A64 - Rückseite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Nano Pi M1+ - Front (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nano Pi M1+ - Rückseite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Nano Pi A64 mit angesteckter Antenne (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir installieren Ubuntu Core auf einer Micro-SD-Karte. Die Distribution wurde vor allem für Embedded-Geräte konzipiert und verzichtet auf eine klassische GUI beziehungsweise einen Desktop. Dafür befindet sich eine Demo des QT-Toolkits in der Distribution. Viel können wir damit nicht machen, es handelt sich tatsächlich nur um Grafikbeispiele.

Das Netzwerk wackelt

Die Kommandozeile können wir allerdings ganz regulär über SSH nutzen. Wir konfigurieren per Hand den WLAN-Zugang und testen wieder per IPerf die Netzwerkgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsmessung liefert sowohl für das WLAN als auch für das Gigabit-Ethernet schlechte Werte, die auch noch stark schwanken - trotz externer Antenne und variierenden Versuchsaufbaus. Das WLAN kommt auf 1,73 bis 20 MBits/s, das Ethernet schafft zwischen 362 und 526 MBits/s.

Sysbench liefert bei der Geschwindigkeitsmessung ein ähnliches Bild wie die 64-Bit-Bastelrechner, die wir bereits früher getestet haben. Es ist für diese Systeme kaum noch als sinnvoller Vergleich brauchbar. Beim Bechmark erwärmt sich der Prozessor zwar stark, blieb aber stabil - bei Dauerlast ist auch hier eine Kühlungslösung sinnvoll. Der Strombedarf steigt auf bis zu 0,71 A bei 5 Volt, wir hätten mit mehr gerechnet.

Ausführungszeit in Sekunden
NanoPi A643
Lemaker Hikey3
Odroid C22
sysbench --num-threads=4 --cpu-max-prime=10000 --test=cpu run

Kompilierung scheitert

Einen Benchmark für Unixbench können wir nicht ausweisen, denn der GCC verweigert die Kompilierung mit einem Fehler bezüglich der Architektur-Konfiguration. Das betrifft auch andere Pakete. Anscheinend ist der GCC nicht für das 64-Bit-System konfiguriert. Da Ubuntu Core als Embedded System konzipiert wurde, wäre das an sich nicht verwerflich - schließlich ist die Idee dahinter, ein fertiges System per Crosscompiling auf einem Hostrechner zu erstellen und dann erst auf dem Zielsystem zu installieren. Aber dann stellt sich die Frage, warum FriendlyArm überhaupt einen Compiler ins Image packt.

Wir lesen auch noch das Ubuntu-Mate-Image aus. Aber dort stoßen wir auf die gleichen Probleme wie unter der Core-Variante. Armbian ist leider auch keine Alternative, ein Image für den Nano Pi A64 wird nicht angeboten.

 Die Community bietet eine AlternativeVerfügbarkeit und Fazit 

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gadthrawn 07. Jun 2017

Zu Non-Cortex-M auf absteigenden Ast Eigentlich - Nein. In Automobilen werden gerne...

ffx2010 03. Jun 2017

Danke euch, habe mir jetzt ein gebrauchtes Zotac nb22 für 50 Euro komplett zugelegt. Ist...

rellla 01. Jun 2017

Hallo, klink ich mich mal ein. Kurzer Überblick zum Sachstand: 3.4er Kernel - 3D Mali...

ulink 01. Jun 2017

Ist zwar nicht ganz genau das was Du willst aber trotzdem: https://www.armbian.com...

tkaiser 01. Jun 2017

Da es hier um zwei Allwinner basierte Boards geht, darf linux-sunxi nicht unerwähnt...



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