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Bastelei: Raspberry Pi in Kamera-Akkugriff integriert

Fotograf und Hardwarebastler David Hunt hat in den Akkugriff seiner Canon 5D Mark II ein Raspberry Pi eingebaut, mit dem er seine Bilder über WLAN und Ethernet aus der Kamera an einen Rechner schicken kann. Doch das dürfte erst der Anfang dessen sein, was mit der Verbindung aus Raspberry Pi und Kamera möglich ist.
/ Andreas Donath
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Raspberry Pi im Hochformatgriff (Bild: David Hunt)
Raspberry Pi im Hochformatgriff Bild: David Hunt

Der Einplatinencomputer Raspberry Pi passte gut in den leer geräumten Hochformatgriff der Canon 5D Mark II, der dem irischen Fotografen David Hunt(öffnet im neuen Fenster) kaputtgegangen war. Der USB-Anschluss sowie der Netzwerk- und Videoanschluss führen durch gebohrte Öffnungen aus dem Kameragriff heraus.

Der Prototyp(öffnet im neuen Fenster) funktioniert nach Angaben von Hunt bereits. Er kann damit Bilder von seiner Kamera auslesen und sie wahlweise über WLAN oder Ethernet übertragen. Zuerst wurde die Konstruktion extern mit Strom versorgt, bis Hunt darauf kam, wieder einen von den ursprünglich zwei Original-Canon-Akkus in den Griff einzubauen und den Raspberry Pi damit zu versorgen. Dabei nutzte er jedoch sein eigenes, selbst gebautes Akkufach, so dass der Akku von der Seite in den Hochformatgriff geschoben wird. Der Gleichspannungswandler des Rechners passte ebenfalls in den recht voluminösen Griff. Wie lange der Rechner damit läuft, hat Hunt noch nicht ermittelt, er geht aber von einigen Stunden aus. Ein kleines WLAN-Modul wurde ebenfalls integriert.

Die Kamera wird über USB mit dem Raspberry Pi verbunden. Über ein Perl Script wird jede Sekunde nach neuen Fotos auf der Speicherkarte gesucht. Die neu dazugekommenen Bilder werden zum iPad des Fotografen übertragen, auf dem die App Shuttersnitch(öffnet im neuen Fenster) läuft, die einen FTP-Server auf dem Tablet installiert.

Künftig könnten mit dem Raspberry Pi im Hochformatgriff der DSLR auch Backup-Lösungen der aufgenommenen Bilder realisiert oder die Kamera vom Rechner oder Tablet aus (Tethered Shooting) per WLAN schnurlos gesteuert werden. Auch eine Fernsteuerung über das Internet oder eine Fotoauslösung über externe Sensoren wäre nach Angaben von Hunt vorstellbar.


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