Bastei Lübbe: Hauptgesellschafter findet Daedalic "nicht zukunftsfähig"

Kostspielige Lizenzrechte an Der Herr der Ringe und Die Säulen der Erde, aber offenbar unzureichende Einnahmen: Das Hamburger Entwicklerstudio Daedalic Entertainment ist wieder in Schwierigkeiten. Eigentümer Bastei Lübbe prüft eine Neuausrichtung.

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Artwork von Die Säulen der Erde
Artwork von Die Säulen der Erde (Bild: Daedalic Entertainment)

Der Kölner Verlag Bastei Lübbe ist mit seiner Spieletochter Daedalic Entertainment unzufrieden. "Das Geschäftsmodell unserer 51-prozentigen Finanzbeteiligung erweist sich als nicht zukunftsfähig", sagte Verlagschef Carel Halff - er meint Daedalic. Gemeinsam mit den anderen Anteilseignern werde eine "Restrukturierung und Neuausrichtung" bei dem Hamburger Spielentwickler geprüft.

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Details liegen noch nicht vor. Bastei Lübbe plant Abschreibungen in Höhe von 12 bis 14 Millionen Euro auf die Beteiligung, wovon 5 Millionen auf den Firmenwert von Daedalic entfallen. Bastei Lübbe hat sich 2014 an Daedalic Entertainment beteiligt. Bereits 2016 wurde bekannt, dass Daedalic wegen finanzieller Schwierigkeiten sparen und Mitarbeiter entlassen musste.

Das Unternehmen nahm 2016 einen Millionenkredit auf, um mit international vermarktbaren Lizenzrechen zu wachsen. Ein erstes Spiel auf dieser Basis war das 2017 veröffentlichte Die Säulen der Erde nach dem gleichnamigen Roman von Ken Follett.

Das Adventure hat überwiegend ordentliche Wertungen bekommen (Test auf Golem.de), kann in der Community aber nicht allzu viel Aufmerksamkeit gefunden haben. Offizielle Verkaufszahlen liegen nicht vor.

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Gerade erst hat Daedalic bekannt gegeben, zumindest vorerst nicht weiter an A Year of Rain zu arbeiten. Das Echtzeit-Strategiespiel bleibt im Early Access, wird aber nicht weiterentwickelt. Das Programm wirkt von der Bedienung über den Basisbau bis hin zum Aufbau der Fraktionen mit ihren Heldeneinheiten frappierend wie eine Art Best-of-Warcraft.

Derzeit arbeitet Daedalic an einem Spiel, dem Der Herr der Ringe zugrunde liegt. Der US-Presse wurde das Programm bereits präsentiert, Bilder oder Videos sind nicht verfügbar. Das Projekt dreht sich um die Figur des Gollum, es basiert auf der Unreal Engine und soll 2021 für Windows-PC und Konsole erscheinen - welche, hat Daedalic noch nicht gesagt.

Daedalic beschäftigt derzeit rund 90 Mitarbeiter an den Standorten Hamburg und München. Anders als die viele Mitbewerber ist das Studio nicht im Free-to-Play-Segment unterwegs, sondern produziert und vertreibt Mid- und Vollpreisspiele. Allerdings verschärft sich gerade in diesem Bereich der Konkurrenzdruck derzeit massiv, etwa durch das Überangebot auf Steam und die damit verbundenen Probleme wie etwa die Auffindbarkeit von Spielen.

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wurstdings 10. Feb 2020

Eigentlich funktioniert das mit diesen Lizenzen ganz gut, da es die potentielle...

wurstdings 10. Feb 2020

Was 4. Teil? Den kenne ich noch garnicht, gleich mal bestellen. Ade du schöne Freizeit ...

John2k 10. Feb 2020

Ich hätte denen gerne damals eine Idee vorgetragen, mit der man mit recht wenig Aufwand...

Vaako 09. Feb 2020

Das schau ich mir mal an demnächst, nächste was ich mir anschauen wollte ist aber...

gadthrawn 09. Feb 2020

Die wurden aufgekauft, nachdem sie faktisch pleite waren. Nimm einfach mal Studios an...



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