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Netzverbindung für jedes Smartphone

Wer als Fahrgast im Gotthard-Tunnel unterwegs ist, kann zwischen GSM 900, GSM 1800, UMTS (3G) und LTE (4G) wählen. Das bedeutet, jedes seit 1992 in Mitteleuropa verkaufte Handy mit GSM, UMTS oder LTE-Technik und mit einer aktiven SIM-Karte sollte dort funktionieren, bis hin zum neuesten Smartphone. Alle drei Schweizer Netzbetreiber, also der Marktführer Swisscom sowie die Anbieter Sunrise (früher "diAx") und "Salt." (früher Orange) arbeiten eng mit der Schweizer Bundesbahn (SBB) zusammen und sind im Tunnel vertreten. Ausländische Fahrgäste können in einem oder allen drei Netzen roamen, je nachdem, was ihr Heimatnetzbetreiber ihnen erlaubt.

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Lokführer und Zugpersonal verwenden die GSM-R Technik, wobei "R" für "Railroad" (Eisenbahn) steht. Das ist ein spezieller GSM-Standard auf separaten Kanälen, der für die europäischen Eisenbahnen genormt ist. Die GSM-R-Frequenzen liegen unterhalb des ursprünglichen GSM-Bandes bei 800 MHz. Der Lokführer nutzt ein sogenanntes CAB-Radio in GSM-R-Technik, das aber auch im öffentlichen GSM-Band funken kann.

Die Schweizer Bahnen haben mit der Swisscom ein Roaming-Abkommen abgeschlossen, damit sie bei Bedarf auch über das öffentliche Swisscom-GSM-Netz funken können, falls GSM-R einmal nicht zur Verfügung stehen sollte. Das für die Zukunft angedachte LTE-R-System geht auf eine Initiative des Netzwerkausrüsters ZTE zurück, ist aber in Europa noch gar nicht standardisiert. Zudem sind Bahngesellschaften hinsichtlich Neuerungen sehr zurückhaltend - schon aus Sicherheitsgründen, denn im Zugverkehr soll und darf nichts schiefgehen.

Sicherheitsbehörden kommunizieren im Tunnel digital

Das Service-Personal der Bahn, das sich um die Instandhaltung und Sicherheit des Tunnels kümmert, funkt ebenfalls im gemischten GSM-R- und GSM-Betrieb. Die Sicherheitsvorschriften schreiben mindestens ein GSM-R-Handy pro Arbeitsgruppe vor. Werden Züge im Tunnel rangiert oder wird dort gebaut, erfolgt die Kommunikation über den GSM-R-Funk, da es im Gotthard-Basis-Tunnel keinen analogen Zugfunk mehr gibt.

Auch die Sicherheitsbehörden, die im Tunnel unterwegs sind, nehmen miteinander digital Kontakt auf. Das Schweizer Sicherheitsfunknetz "Polycom", die Schweizer Version von TETRA-BOS, steht im Tunnel zur Verfügung und wird, wenn dort etwas passieren sollte, auch von Rettungskräften wie dem Roten Kreuz oder vom Katastrophenschutz genutzt.

Alle Schweizer Mobilfunkanbieter sind im Tunnel nutzbar, die Netzabdeckung für Sprachtelefonie, SMS und internetbasierte Dienste ist auf der gesamten Tunnellänge von 57 Kilometern vorhanden, versprechen die Betreiber. Die mögliche Datengeschwindigkeit hängt vom gewählten Tarif des Kunden ab und beträgt bei Swisscom LTE beispielsweise bis zu 300 MBit/s, in der Praxis wird sie von der Auslastung der Züge abhängen.

Mobilfunk auf der ganzen Strecke

Im Tunnel sind an bestimmten unterirdischen Service-Standorten mehrere Mobilfunkbasisstationen verteilt. Deren Signale werden dann über eine Glasfaser in den eigentlichen Tunnel geführt. Etwa jeden Kilometer hängt eine Sendeeinheit mit Antenne, welche die Signale ausstrahlt.

Eine ähnliche Technik wird auch bei oberirdischen Basisstationen verwendet. Durch die sogenannte "Remote Radio Head Technologie" muss nicht die komplette Sendertechnik auf ein Hausdach oder einen Gittermast geschafft werden, sondern sie steht etwas entfernt, wo Platz, Strom und Kühlung zur Verfügung stehen.

Die Mobilfunkzellen des Tunnelnetzes überlappen sich, um genügend Zeit für den Zellenwechsel zu haben. Damit hat die Zuggeschwindigkeit praktisch keinen Einfluss auf die Mobilfunkverbindung mehr. Rein physikalisch würden die Signale ab einer gewissen Zuggeschwindigkeit "zu spät" beim Nutzer ankommen, wenn es nur einen Sender im Tunnel gäbe.

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 Basistunnel: Bestens vernetzt durch den GotthardWiFi lohnt sich nicht 
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tecci326 08. Jun 2016

hört sich leider komplett nach Speech Synth an, obwohl es eine echte Person zu sein...

MiniMized 08. Jun 2016

Die Kommunikationssysteme werden sicherlich einige Zeit per USV überbrückt werden (kenne...

Heartless 05. Jun 2016

Die Züge die in Russland und anderswo durch z.T. meterhohen Schnee fahren sind ja auch...

benskoef 04. Jun 2016

ja, schade das du so denkst ;) https://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke_Nürnberg...

Caturix 03. Jun 2016

Ja und ? was hat das mit dem Gotthard zu tun ?


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