BASF Schwarzheide: Chemiekonzern errichtet isoliertes 5G-Netz

BASF probiert an seinem großen Lausitzer Standort 5G in einem privaten Campusnetz aus. Vodafone hat es aufgebaut.

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BASF Schwarzheide: Mit Lacke auf 5G treffen
BASF Schwarzheide: Mit Lacke auf 5G treffen (Bild: BASF)

BASF hat von Vodafone an seinem Lausitzer Produktionsstandort Schwarzheide ein privates 5G-Netz errichten lassen. Das gab der Chemiekonzern am 11. Januar 2022 bekannt. "Das Werk BASF Schwarzheide setzt auf ein isoliertes 5G-Netz, bei dem wir erstmals Slicing einsetzen. Die Red Box wird dort nicht verwendet, die kommt im Augenblick in hybriden 5G-Campus-Netzen zum Einsatz", sagte Vodafone-Sprecher Helge Buchheister.

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BASF-Sprecherin Linda Bottin wollte zum "Technologielieferanten aus Wettbewerbsgründen keine Auskunft geben". Hier kommen jedoch nur Huawei, Ericsson oder Nokia als Hersteller in Frage. Es handelt sich um kein Open-RAN-Netzwerk, wie auf dem Flughafen Köln-Bonn.

BASF Schwarzheide: Neuerdings auch Batteriematerialien

BASF produziert in Schwarzheide mit 2.000 Beschäftigten Polyurethane, Technische Kunststoffe, Schaumstoffe, Pflanzenschutzmittel, Veredlungschemikalien, Lacke und seit 2022 auch Batteriematerialien. In einer einjährigen Testphase sollen die Möglichkeiten für die Prozessindustrie ausprobiert werden.

Warum die Wahl auf ein Campus-Netz, also eine Insellösung, unabhängig vom öffentlichen Mobilfunknetz fiel, erklärte Standortchef Jürgen Fuchs: "So können wir selbst über den Ausbau und die Qualität des 5G-Netzes entscheiden und die Verfügbarkeit unserer Daten wahren."

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Die Reichweite der installierten Antenne deckt rund 40.000 Quadratmeter ab. In dem Werksteil werden Assistenzsysteme für mobiles Arbeiten mit Smartphone, Tablet oder Datenbrille eingesetzt, die Arbeitsanweisungen oder Konstruktionspläne direkt in das Blickfeld des Brillenträgers projizieren kann. Auch der Einsatz von Drohnen für Inspektionsflüge oder die Installation kabelloser Sensoren, die zum Beispiel Schwingungen, Temperatur oder Vibrationen messen, soll erprobt werden. Einen Nutzen verspricht sich das Unternehmen vor allem für die Überwachung und Instandhaltung der Produktionsanlagen und der Optimierung der Produktionsprozesse.

Die Bundesregierung vergibt seit dem 21. November 2019 gesonderte Mobilfunkfrequenzen, damit Unternehmen unabhängig von öffentlichen Netzen eine eigene 5G-Infrastruktur aufbauen können. Die Frequenzgebühren bewegen sich je nach Laufzeit und Fläche zwischen 1.600 Euro beispielsweise für einen Bauernhof und 50.000 Euro für eine Fabrik.

Die Vergabebedingungen für lokale 5G-Frequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz waren nicht Gegenstand der Mitte Juni 2019 zu Ende gegangenen 5G-Auktion.

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