Basemark X: Neuer Grafikbenchmark für Android, iOS und Windows Phone 8

In Googles Play Store steht der Grafikbenchmark Basemark X für Android(öffnet im neuen Fenster) ab Version 4.0 zur Verfügung. Das Programm ist kostenlos erhältlich und dürfte nicht zufällig kurz nach dem mobilen 3DMark erschienen sein: Der ehemalige Futuremark-Chef Tero Sarkkinen hatte die 3DMark-Macher Ende 2009 verlassen, um mit der neuen Firma Rightware ein Konkurrenzunternehmen aufzubauen. Auf mobilen Geräten machte Rightware vor allem durch den Taiji-Benchmark von sich reden.

Im Gegensatz zum mobilen 3DMark, dessen Engine Futuremark als synthetischen Test selbst entwickelt hat, basiert Basemark X auf der verbreiteten Engine Unity 4(öffnet im neuen Fenster) . Diese Middleware wird von vielen Entwicklern(öffnet im neuen Fenster) genutzt, unter anderem wurden Rovios Bad Piggies und der Shooter Dead Trigger 2 damit erstellt.
Nur für moderne Geräte
Unter Android und iOS arbeitet Basemark X mit Open GL ES 2.0, unter Windows Phone 8 soll das mobile DirectX-9 genutzt werden. Die Systemanforderungen lassen nur eine Nutzung auf recht aktuellen Geräten zu: Mindestens Android 4.0, iOS 6 oder Windows Phone 8 müssen installiert und der Grafikspeicher darf nicht kleiner als 192 MByte sein.
Während der mobile 3DMark auf Geräten der Mittelklasse noch flüssig läuft, überfordert Basemark X solche Tablets und Smartphones hoffnungslos. Auf dem Asus-Tablet Tranformer Pad Infinity 700 LTE, auf dem wir den Benchmark kurz ausprobiert haben, ergab sich vor allem in der letzten der drei Testszenen oft sekundenlang kein neues Bild. 3DMark ist auf diesem Gerät recht ansehnlich und liefert mit rund 5.500 Punkten ein Ergebnis im Mittelfeld der bisher getesteten Geräte . Den Wert für Basemark X auf diesem Tablet müssen wir vorerst schuldig bleiben: Der Benchmark stürzte reproduzierbar beim Beginn der Offscreen-Tests ab.
Die sehr geringen Bildraten könnten unter anderem daran liegen, dass der Anwender bei Basemark X nichts einstellen kann. Vor allem die genutzte Bildschirmauflösung liegt immer bei dem nativen Wert des Displays, auch Anti-Aliasing kann nicht abgeschaltet werden. Diese und andere Einstellungen sind nur mit der professionellen Version des Tests zugänglich, für die Rightware bisher keinen Preis genannt hat.
Rightware zufolge ist die iOS-Version der App bereits bei Apple zur Prüfung eingereicht, sie soll noch im April 2013 erscheinen. Wann der Test für Windows Phone 8 zur Verfügung steht, ist noch nicht bekannt.