Barrierefreiheit: Eyetracking-System zur Steuerung von Computerspielen

Britische Forscher entwickeln ein System, das es ermöglicht, einen Computer mit den Augen zu steuern. Damit sollen behinderte Kinder am Computer spielen und lernen.

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Eyetracking: natürliche Interaktion mit dem Computer
Eyetracking: natürliche Interaktion mit dem Computer (Bild: De Montfort University/Screenshot: Golem.de)

Eyetracking sei ja nichts grundsätzlich Neues, sagt Projektleiter Stephen Vickers von der De-Montfort-Universität in Leicester der BBC. Das von ihnen entwickelte System solle aber günstiger und einfacher zu nutzen zu sein als andere Eyetracking-Systeme. Bei dem Projekt haben die Forscher mit Sonderpädagogen zusammengearbeitet.

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Es wurde eigens für Kinder entwickelt, die aufgrund einer Behinderung keine Tastatur oder Maus bedienen können. Stattdessen steuern sie ein Spiel mit den Augen - sie können ihre Spielfigur etwa bewegen, indem sie auf einen bestimmten Punkt auf dem Bildschirm schauen. In einem Weltraumspiel können sie durch Starren auf eine Schaltfläche schießen. Ein Infrarotsensor erkennt, wo sie hinschauen und übersetzt die Augenbewegung in Befehle für den Computer.

Mit dem System amüsierten sich die Kinder aber nicht nur - sie lernten dabei auch, sich in einer virtuellen Umgebung zu orientieren. Das wiederum helfe ihnen, sich auch in der realen Welt zurechtzufinden, sagt Vickers.

Tablets, die mit Gesten gesteuert werden, hätten einen Wandel bei der Bedienung von Computern herbeigeführt. Augensteuerung sei eine weitere naheliegende Möglichkeit der natürlichen Interaktion. "Die Figur geht dort hin, wo man hinschaut." Wenn solche Eyetracking-Systeme erschwinglich würden und sich durchsetzten, dann wahrscheinlich durch die Computerspieleindustrie, sagt er.

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