Bargeld und bezahlen: Debitkarten von Onlinebanken funktionieren oft nicht
Mehrere große Direktbanken in Deutschland haben ihre Kunden mit Debitkarten ausgestattet – doch an der Kasse bekommen viele damit offenbar Probleme: "Viele berichten davon, dass ihre Debitkarte im Geschäft nicht akzeptiert wird oder sie im Supermarkt kein Bargeld mit der Karte abheben können" , sagte Ramona Popp, Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Gleich mehrere Banken wie DKB, Comdirect, ING oder Santander haben die Debitkarten mit den Logos der US-Konzerne zu ihren kostenlosen Topprodukten erklärt.
Bei manchen Mietwagenstationen, Behörden oder Händlern können Kunden mit den Karten auch nicht bezahlen. So schätzt das Handelsinstitut EHI, dass zwischen 150.000 und 200.000 Händler in Deutschland die Karten der US-Konzerne nicht akzeptieren wollen.
"Offenbar funktionieren die neuen Debitkarten nicht so, wie viele Verbraucherinnen und Verbraucher sich das wünschen" , sagte Stephanie Heise, Bereichsleiterin für Verbraucherfinanzen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die bislang mehr als 140 Beschwerden von Betroffenen zählt.
Cashback oft nur mit Girocard
Die Kreditkartenfirmen wollen dafür sorgen, dass ihre Karten noch häufiger akzeptiert werden: So möchte der Zahlungsdienstleister Visa in diesem Geschäftsjahr bis zu 12 Millionen Euro ausgeben, um die Zahl der Akzeptanzstellen auszubauen. Mastercard-Deutschlandchef Peter Robejsek erklärte, man arbeite daran, kleinere Händler zur Akzeptanz der Karten zu bewegen.
Im Gegensatz zu Filialbanken verfügen Direktbanken über keine Filialen vor Ort und wickeln Geschäfte ausschließlich online ab. Viele Supermärkte akzeptieren für Cashback nur die Girocard und nicht die Kreditkarte.
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