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Gewitter über zwei Schweizer Banken
Gewitter über zwei Schweizer Banken (Bild: Arnd Wiegmann/Reuters)

Das Drama des mobilen Bezahlens

Aber nicht nur im klassischen Bankdienstleistungsbereich, sondern auch im Bereich Mobile Payment breiten sich Startups aus. Allerdings mit Schwierigkeiten: Die Mobile-Payment-Branche liegt immer noch brach, vor allem in Deutschland. Schuld daran sind neben dem generellen Desinteresse der Nutzer und seltsamen Registrierungs- und Setup-Prozessen vor allem aufwendige und schlecht durchdachte Angebote ohne bleibenden Mehrwert.

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Mobiles Bezahlen als einzigen Vorteil zu verkaufen ist gescheitert, es hätte als ein Feature angeboten werden müssen, das Bestandteil von etwas Größerem ist. In den USA ist das der Payment-Messenger-App Venmo gelungen, die viele junge Kunden anzieht, indem sie das Bezahlen zum sozialen Ereignis macht: So gehört es beim Bezahlen mit der App zum guten Ton, eine möglichst witzige oder verrückte Begründung für die Ausgabe in den sozialen Newsfeed der App zu posten.

Apple folgt mit Apple Pay einer ähnlichen Strategie: Die kontaktlose Bezahlfunktion ist für Apple nur eine Nebenfunktion des iPhones oder der Apple Watch. Und die Nutzer sind quasi schon vorregistriert - rund 800 Millionen Kundendaten sind bei iTunes hinterlegt. Gleiches gilt für Google und Android Pay. Alle Hürden sind damit abgebaut: keine seltsamen Registrierungsprozesse, kaum Aufwand für den Kunden.

Nicht jeder hat so traumhafte Startbedingungen wie ein neuer Apple-Service, für viele Startups ist das Geld anfangs knapp. Zum Glück tut sich deshalb auch für Startups in Sachen Kreditvergabe einiges am Markt.

Das Scoring der Zukunft

Auch die Grundlage für die Kreditvergabe steht auf dem Plan der findigen Startups: das Scoring. Egal ob Mobilfunk- oder Internetanschluss, Dispokredit, Auto-Finanzierung oder selbst das simple Bestellen in einem Onlineshop - das Kredit-Scoring ist ein wesentlicher Bestandteil des Wirtschaftslebens. Datengrundlage für Bonitätsprüfungen können Negativmerkmale in Auskunfteien sein, die beispielsweise unbezahlte Rechnungen speichern, aber auch geografische Daten wie das Wohnumfeld sowie Personenbezogenes wie Alter, Vorname und Geschlecht. Die verbreiteten Scoring-Verfahren sind nicht mehr zeitgemäß und produzieren oft Ergebnisse, die wenig mit der tatsächlichen Kreditwürdigkeit eines Menschen zu tun haben.

Hier beginnt der Zwiespalt zwischen dem Wunsch des Verbrauchers nach einer gerechten Einschätzung und dem Schutz persönlicher Daten: Um bessere Ergebnisse zu erzielen, müssten moderne Scoring-Verfahren ihre Algorithmen mit mehr Daten füttern können. Unternehmen wie Kreditech, die Verbraucher um die freiwillige Freigabe von Social-Media-Daten bitten und anhand von Meta-Daten Plausibilität und Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kreditvertrags berechnen, sind ein Beispiel für das Scoring der Zukunft.

Die vor Jahren unbezahlte Rechnung spielt dabei weniger eine Rolle, geprüft wird vielmehr, ob die Angaben des Kunden konsistent sind: "Wenn jemand angibt, in Hamburg zu wohnen, jedoch in Berlin gemeldet ist, sich mit dem Computer in Frankfurt aufhält und jeden Tag Selfies mit dem Hashtag #München postet, dann werden wir den Antrag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ablehnen", sagt Kreditech-CEO Sebastian Diemer.

Technologie als Antrieb

Die Technologie ist zu einem wesentlichen Antrieb der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung geworden und das betrifft auch das Geld- und Bankwesen. Zwar kann niemand in die Zukunft sehen, aber eines steht fest: So wie wir es heute kennen, wird es in seiner angestaubten Form nicht weiterbestehen.

Dass Fintech-Startups mehr und mehr die Aufgaben der traditionellen Banken übernehmen, ist eine Möglichkeit, ebenso aber könnten die Banken selbst dazulernen und sich wandeln - oder die beiden Kontrahenten werden, wie es sich aktuell abzeichnet, mehr und mehr Synergien entdecken und verschmelzen. Ob Banken angesichts hochtechnisierter Kryptowährungen wie Bitcoin in ferner Zukunft überhaupt noch gebraucht werden, lässt sich zwar schwer voraussagen. Aber den Innovationsgrad und die Faszination solcher Technologien sollten die heutigen Big Player in jedem Fall ernst nehmen.

Dieser Text erschien zuerst auf t3n, dem Magazin der digitalen Wirtschaft. In der aktuellen Ausgabe geht es u.a. um die Digitalisierung unserer Bildung, Virtual Reality und Künstliche Intelligenz.

 IT im Geldwesen: So neu nicht

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1ras 01. Jul 2016

Es war nicht ein Automat "defekt" sondern gleich zwei und seltsamerweise nur was den...

plutoniumsulfat 30. Jun 2016

Die Banken können allerdings dann groben Unsinn verzapfen, den sie heute so nicht...

M. 29. Jun 2016

Das ist etwas übertrieben. Ein Acquirer (SIX) hatte für 1-2 Tage technische Probleme...

thesmann 29. Jun 2016

Einfach umzusetzen? Du hast vergessen, das der Laden irgendwo in einem Bunker fernab...

User_x 29. Jun 2016

na klasse, willste päckchen kaugummi kaufen, zahlst du mit nem hinkelstein. möglich, hat...



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