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Bargeld bleibt beliebt: Deutsche zahlen nach wie vor nicht gern mit Karte

Im europäischen Vergleich hat die elektronische Zahlung in Deutschland zugelegt. Dennoch bleibt es hierzulande vergleichsweise wenig beliebt.
/ Ingo Pakalski , dpa
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In Deutschland ist Bargeldzahlung weiterhin beliebt. (Bild: Nicolas Guyonnet / Hans Lucas via Reuters Connect)
In Deutschland ist Bargeldzahlung weiterhin beliebt. Bild: Nicolas Guyonnet / Hans Lucas via Reuters Connect

Beim elektronischen Bezahlen landen die Deutschen trotz steigender Nutzungszahlen einer Analyse zufolge in Europa im hinteren Mittelfeld. Im vergangenen Jahr zahlten sie durchschnittlich 284-mal per Bank-, Kreditkarte oder Smartphone, wie die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) errechnete. Das seien knapp vier Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahr.

Im Vergleich von 17 europäischen Ländern liege Deutschland damit auf Rang 12, erklärte die BCG. "Für die Deutschen ist Bargeld nach wie vor ein wichtiges Zahlungsmittel, hier ist für elektronische Transaktionen also noch viel Luft nach oben" , sagte Markus Ampenberger, BCG-Experte für Zahlungsverkehr und Co-Autor der Studie.

Europameister bei bargeldlosen Zahlungen waren in dieser Betrachtung die Norweger mit durchschnittlich 708 digitalen Transaktionen im vergangenen Jahr, gefolgt von Dänen (610) und Luxemburgern (598). Seltener als die Deutschen zahlten demnach Spanier (281), Österreicher (247), Portugiesen (246), Italiener (186) und Malteser (180) auf elektronischem Wege.

In Europa werden bargeldlose Zahlungen verbreiteter

Von 2021 zu 2022 nahmen den Angaben zufolge jedoch in allen 17 Ländern die bargeldlosen Zahlungsvorgänge zu. In der Pandemie war zum Beispiel in Deutschland die kontaktlose Zahlung als besonders hygienisch beworben worden.

Die Daten für die Abwicklung der Zahlung werden dabei verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn Kunden die eigene Girocard oder Kreditkarte nah an das Gerät halten. Wenn eine Karte im Konto des Smartphones oder einer Smartwatch hinterlegt ist, kann auch mit diesen Geräten bezahlt werden.

Bei vielen Girokonten gibt es keine Girocards mehr als Standard dazu, stattdessen werden Debitkarten von Kreditkartenunternehmen ausgegeben. Verbraucherschützer erhielten viele Beschwerden, weil Kunden über Zahlungsprobleme klagten .

Der Global Payments Report(öffnet im neuen Fenster) , für den Boston Consulting jährlich die weltweiten Zahlungsströme und Erträge von Zahlungsdienstleistern analysiert, kommt zudem zu dem Schluss, dass der weltweite Ertragspool der Anbieter in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 8,3 Prozent auf 1,6 Billionen Dollar gewachsen sei. Dazu zählen Erträge aus Zahlungsverkehrstransaktionen sowie Gebühren und Zinserträge aus Girokonten oder ausgegebenen Kreditkarten.


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