Banking: Trade Republic führt Girokonto mit EZB-Zinsen ein

Der deutsche Online-Broker Trade Republic hat ein kostenloses Girokonto vorgestellt. Nach der Einführung einer Debitkarte Anfang 2024 ist dies ein weiterer Schritt, sein Produktangebot über den Wertpapierhandel hinaus zu erweitern. Ende 2023 erhielt Trade Republic eine Vollbanklizenz.
Mit dem Girokonto(öffnet im neuen Fenster) (PDF) können Trade-Republic-Kunden künftig auch Geld überweisen und Rechnungen bezahlen. Außerdem lässt es sich als Gehaltskonto verwenden. Zunächst erhalten Nutzer eine IBAN, das Konto soll in den kommenden Monaten stufenweise für alle Kunden eingeführt werden.
Trade Republic zahlt auf das auf dem Konto eingelagerte Geld Zinsen. Dabei gibt das Unternehmen wie bei seinen anderen Produkten die EZB-Zinsen direkt an die Kunden weiter. Aktuell erhalten Besitzer des Girokontos also auch auf ihre dortigen Einlagen 4 Prozent Zinsen. Die bisherige Obergrenze für verzinsbare Beträge von 50.000 Euro, die für Einlagen bei anderen Trade-Republic-Produkten gilt, wird abgeschafft.
Zinsen schwanken je nach EZB-Entscheidungen
Die Zinsen werden Trade Republic zufolge monatlich ausgeschüttet. 4 Prozent sind mehr als bei den meisten Tagesgeldkontoanbietern. Der Nachteil ist, dass es keine Zinsgarantie gibt: Senkt die EZB den Zins, was Experten demnächst erwarten, bekommen auch die Nutzer von Trade Republic weniger.
Das Geldguthaben der Kunden wird Trade Republic zufolge bei Partnerbanken gelagert und unterliegt der üblichen gesetzlichen Einlagensicherung. Bis zu einem Betrag von 100.000 Euro ist es entsprechend geschützt. Höheres Geldguthaben wird auf dem Geldmarkt gelagert. Dort ist es sogar in unbegrenzter Höhe geschützt. Zu den Partnerbanken zählen die Deutsche Bank, HSBC und J.P. Morgan.
Gleichzeitig mit der Einführung des Girokontos schafft Trade Republic die Warteliste für seine Debitkarte ab. Die Karte ermöglicht Kontenbesitzern des Brokers weltweit kostenlose Abhebungen über 100 Euro, 1 Prozent Saveback auf Zahlungen und keine Gebühren bei Zahlungen in Fremdwährungen.



