Banking-App: Outbank im Insolvenzverfahren

Der Hersteller der verbreiteten Banking-App Outbank ist insolvent. Das gab das Unternehmen am 26. September 2017 in einer E-Mail an seine Kunden bekannt: "Outbank hat gestern schweren Herzens ein Insolvenzverfahren eingeleitet." Dieser Schritt sei einschneidend, insbesondere für das Outbank-Team, das in den vergangenen Monaten Enormes geleistet habe.
Was am Ende dieses Prozesses stehe, sei noch nicht abzusehen. "Entweder wird ein Käufer gefunden oder Outbank wird langfristig eingestellt" , erklärte der Betreiber(öffnet im neuen Fenster) .
Falls Outbank den Service einstellen müsse, werde die Datensynchronisierung zwischen den Geräten deaktiviert. Zusätzlich würden alle Daten gelöscht, die in der Vergangenheit über die AWS-Server synchronisiert wurden. "Die App kann dann ohne Synchronisierung weiter genutzt werden. Fehlermeldungen und Supportanfragen werden ab diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr beantwortet."
Neue Dienste kamen nicht an
Die neue Chefin des Unternehmens, Anya Schmidt, erklärte im Juni 2017 im Gespräch mit dem Magazin T3N(öffnet im neuen Fenster) , dass das kostenpflichtige Abonnementmodell Outbank Pro für 64,99 Euro jährlich überhaupt nicht bei den Nutzern ankomme. "Das sage ich mittlerweile auch jedem Investor, mit dem wir sprechen."
Darum wurde versucht, basierend auf den umfangreichen Nutzerdaten aus den angebundenen Bankkonten mit einem automatisierten Sparplan oder Kreditvermittlung Geld zu verdienen und mit Partnern wie dem Verbraucherportal Verivox und dem Berliner Versicherungsmanager Clark als Partner zusammenarbeiten. Auch dieser Weg brachte offensichtlich nicht genügend Einnahmen, um den Betreiber zu finanzieren.



