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Bankenübernahme: Großteil des Stellenabbaus bei Commerzbank entfällt auf KI

Die Commerzbank will im Übernahmekampf mit der Unicredit weitere 3.000 Stellen streichen. Dabei spielt KI eine entscheidende Rolle.
/ Ingo Pakalski und dpa
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Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp nennt Details zum geplanten Jobabbau bei der Bank. (Bild: Kevin Dietsch/Getty Images)
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp nennt Details zum geplanten Jobabbau bei der Bank. Bild: Kevin Dietsch/Getty Images

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat präzisiert, wo sie im Übernahmeringen mit der Unicredit etwa 3.000 Stellen abbauen will. Auf künstliche Intelligenz entfalle dabei ein "sehr großer Teil", sagte die Managerin der Deutschen Presse-Agentur. "KI ist sehr kraftvoll in verschiedenen Bereichen."

Die Auswirkungen seien größer, als man vor gut einem Jahr angenommen habe. Beim Stellenabbau will sie die eigene Belegschaft so weit wie möglich schonen. "Wir gehen zum Beispiel an die Kapazitäten bei externen Call-Centern ran", sagte Orlopp. "Das Gleiche gilt für das IT-Umfeld, wo wir noch viele Externe einsetzen."

Mit dem Stellenabbau und ambitionierten Gewinn- und Renditezielen bis 2030 stemmt sich die Commerzbank gegen eine Übernahme. So versucht das Dax-Unternehmen seine Aktionäre zu überzeugen, ihre Anteile nicht an die italienische Großbank zu verkaufen.

Übernahme-Poker spitzt sich zu

Betriebsbedingte Kündigungen will die Commerzbank vermeiden. "So, wie unsere Demografie in der Bank ist, werden wir diesen Prozess maximal sozialverträglich gestalten", bekräftigte Orlopp.

Die italienische Unicredit kontrolliert knapp 30 Prozent an der Commerzbank und legte Anfang Mai 2026 ein Angebot für sämtliche Commerzbank-Anteile vor. Die Großbank mit Sitz in Mailand bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 neue Unicredit-Aktien. So will die Unicredit bis zum 16. Juni 2026 weitere Aktien einsammeln, ohne ein Pflichtangebot vorlegen zu müssen – was deutlich teurer wäre. Das Angebot kann bis zum 3. Juli 2026 verlängert werden.

Die Unicredit ist in Deutschland bereits mit der Hypovereinsbank (HVB) aktiv und sieht Potenzial für Milliardeneinsparungen. Bei der Commerzbank wird das Vorgehen der Unicredit als feindlich bewertet. Dabei erhält das Institut Unterstützung vom Bund, der gut zwölf Prozent der Commerzbank-Anteile hält.

So will die Commerzbank reagieren

Die Commerzbank will Anfang nächster Woche eine begründete Stellungnahme zum Angebot der Unicredit vorlegen, das einen Abschlag auf den jüngsten Aktienkurs der Commerzbank vorsieht. "Das Übernahmeangebot der Unicredit ist de facto eine Schrumpfungsstrategie für unser Geschäftsmodell", kritisierte Orlopp.

Die Commerzbank habe sich Gesprächen nie verweigert. Weitere Gespräche seien allerdings nur dann sinnvoll, "wenn die Unicredit ein Zeichen gibt, dass sie bereit sind, über die Höhe des Angebots an unsere Aktionäre nachzudenken und über das Geschäftsmodell", sagte Orlopp.


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