Banken: Sparkasse kämpfte mit weitreichender IT-Störung

Seit Tagen ärgern sich Sparkassen-Kunden mit Problemen bei Überweisungen und Lastschriften herum. Laufende Gehälter konnten teils nicht gebucht werden. Das Problem ist nun behoben.

Artikel veröffentlicht am , / dpa/
Das Helaba-Hochhaus in Frankfurt
Das Helaba-Hochhaus in Frankfurt (Bild: JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images)

Von einer IT-Störung im Zahlungsverkehr der Sparkassen sind mehr Kunden betroffen als zunächst angenommen. Bei der Verbuchung von Transaktionen gebe es eine weitere Verzögerung, die besonders Zahlungen von Sparkassenkunden an Banken außerhalb der Finanzgruppe betreffe, teilte die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) am 10. Dezember 2019 in Frankfurt mit. "Dies kann mehrere Zehntausend Kunden betreffen."

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Die noch offenen Zahlungsströme würden mit Hochdruck abgearbeitet, betonte die Helaba, die Partner für viele Sparkassen ist. Kunden müssten sich dennoch auf Verzögerungen einstellen. "Im Einzelfall kann es noch bis Ende der Woche dauern, bis die Gelder bei den Kunden eingehen." Der aktuelle Zahlungsverkehr sei nicht betroffen und laufe ohne Einschränkungen, so die Helaba.

Kunden, denen finanzielle Einbußen entstanden seien, werde die Helaba gegen einen Nachweis den Schaden ersetzen, teilte das Institut weiter mit. Dazu müssten sich Sparkassenkunden an ihre Hausbank wenden. Ein Formular gebe es auf der Helaba-Webseite. Kunden von Geldhäusern außerhalb der Sparkassengruppe können ihren Schaden direkt bei der Helaba geltend machen.

Probleme seit Anfang Dezember

Zahlreiche Sparkassen-Kunden haben schon seit dem 5. Dezember 2019 massive Probleme mit ihren Konten. Bei Verbrauchern wurden fällige Gutschriften wie Löhne und Gehälter nicht verbucht, was eine Reihe von Beschwerden nach sich zog. Betroffen waren SEPA-Überweisungen, Lastschriften und Kartentransaktionen. Die Helaba begann am 6. Dezember mit der Buchung fehlender Zahlungen und teilte mit, dass die Störung selbst gelöst sei.

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Es gebe nur noch vereinzelte Fälle, hatte ein Sprecher am 10. Dezember gesagt. Nun weitete sich die Panne allerdings aus. "Nach Behebung der technischen Störung sind entgegen einer ersten Analyse noch offene Transaktionsdateien identifiziert worden", hieß es.

Hintergrund war ein IT-Problem bei dem Dienstleister Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS), der auch für die Helaba zuständig ist. Dadurch hätten sich Zahlungsaufträge auf der Plattform der Landesbank gestaut. Ein Cyber-Angriff auf die Bank ließe sich aber ausschließen.

"Wir bitten, die entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, und arbeiten mit Hochdruck daran, die noch offenen Transaktionen schnellstmöglich zu verarbeiten", sagte Sven Matthiesen, Leiter Vorstandsstab und Konzernstrategie der Helaba.

Nachtrag vom 13. Dezember 2019, 11:28 Uhr

"Der Fehler ist inzwischen behoben. Der Zahlungsverkehr funktioniert wieder problemlos. Alle ausstehenden Buchungen werden wir bis Ende der Woche durchführen", erklärte die Sparkasse am Donnerstagabend bei Facebook. Im Einzelfall könne es noch bis Ende der Woche dauern, bis die Gelder bei den Kunden eingingen. Geschädigte bekämen gegen Nachweis eine Entschädigung.

"Ursache für die Störung war ein trotz Absicherung eingetretener Defekt in einer zentralen Komponente zur Verarbeitung von Zahlungsverkehrstransaktionen. Ein Cyberangriff kann ausgeschlossen werden. Wir werden gemeinsam mit dem Hersteller der betroffenen Komponente nun die Ursache ermitteln, um künftige Störungen zu verhindern", erklärte Walter Kirchmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Finanz Informatik Technologie Service.

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SchluppoMäcQuar... 16. Dez 2019

Weil das Bankenrecht individuelles Vertragsrecht schlägt. Aber ist ja nicht mein...

franzropen 14. Dez 2019

Dir ist schon klar, dass heutzutage viele in schlecht bezahlten Jobs stecken, dass nicht...

smarty79 12. Dez 2019

Die FI ist der interne IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe, zu der auch die...

Kenterfie 12. Dez 2019

Auch die Hypovereinsbank ist davon betroffen und sicher auch andere.



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