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Alltagstauglich und mit Android-Benachrichtigungen

Die Uhr lässt sich abseits der Basteleien aber auch als ganz normale Smartwatch verwenden. Im Auslieferungszustand fehlt ihr allerdings die Möglichkeit, auf dem Smartphone ankommende Nachrichten anzuzeigen - eine Funktion, die wahrscheinlich für die meisten Smartwatch-Nutzer wichtig ist. Wer ein Android-Smartphone besitzt, kann dies aber mit Hilfe der Software Gadgetbridge schnell einrichten.

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Dabei werden die Benachrichtigungen per Bluetooth vom Smartphone an die Uhr gesendet. Mit Gadgetbridge lassen sich unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem einer Smartwatch Benachrichtigungen übertragen, etwa auch an Pebble-Uhren, deren Server bereits vor langer Zeit deaktiviert wurden.

Sowohl auf dem Mobiltelefon als auch auf der Bangle.js muss die entsprechende Gadgetbridge-Software installiert sein. Die offizielle Android-Version findet sich im alternativen Appstore Fdroid, für die Bangle.js gibt es die Anwendung im bereits genannten Store. Die Einrichtung ist sehr einfach: Nachdem wir die vorige Bluetooth-Verbindung getrennt haben, suchen wir unsere Smartwatch über die Gadgetbridge-Android-App. In unserem Test gelang das sofort, die Verbindung stand nach wenigen Sekunden.

Android-Notifikationen dank Gadgetbridge

Geben wir Gadgetbridge die generelle Erlaubnis, Benachrichtigungen des Android-Systems weiterzuleiten, erhalten wir fortan alle Notifikationen auch auf der Uhr. Sollten Nutzer bei bestimmten Apps keine Benachrichtigungen auf ihrer Bangle.js wünschen, lassen sich diese Anwendungen über eine Blacklist unterdrücken. Auch Telefonanrufe und SMS werden uns auf der Uhr angezeigt.

  • Die Bangle.js ist eine Open-Source-Smartwatch, die mit Javascript programmiert werden kann. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Uhr wird über drei Knöpfe bedient, außerdem verfügt das Display über zwei Touchzonen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Bangle.js ist groß, die Verarbeitung geht angesichts des relativ niedrigen Preises von unter 80 Euro in Ordnung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Smartwatch hat auf der Rückseite einen Pulsmesser eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Aufgrund der Größe eignet sich die Bangle.js eher nur für mittlere bis große Handgelenke. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Uhr sitzt trotz ihrer Größe gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit Hilfe der drei Knöpfe können wir durch das Menü navigieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Über einen Appstore können wir Anwendungen auf die Uhr spielen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Bedienung ist aufgrund der eingeschränkten Touch-Funktion des Displays mitunter gewöhnungsbedürftig. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Es gibt Spiele für die Bangle.js - auch wenn man da manchmal etwas genauer hinschauen muss. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit dem Pulsmesser können wir den Herzschlag messen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Aufgrund der Größe eignet sich die Bangle.js eher nur für mittlere bis große Handgelenke. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Benachrichtigungen werden als Einblendung am oberen Bildschirmrand angezeigt, dafür rutscht das Watchface nach unten. Mit einem Wisch nach oben können wir die Anzeige wieder ausblenden, manchmal brauchen wir dafür aber zwei Versuche - das Touch-Display ist nicht sonderlich empfindlich. Bei E-Mails oder Chat-Nachrichten wird uns sogar der Inhalt angezeigt, bei E-Mails zumindest der Beginn davon. Dafür braucht man aber gute Augen: Die Schrift ist winzig.

Dank Gadgetbridge ist die Bangle.js nicht nur ein Bastelgerät, sondern eine echte Smartwatch. Es gibt auch Bemühungen, Benachrichtigungen eines iPhones auf der Smartwatch anzeigen zu können. Dies ist allerdings nicht ganz so einfach wie bei einem Android-Smartphone.

Display bei Tageslicht nicht hell genug

Im Alltag stört uns die geringe Helligkeit des Displays: Bereits bei hellem Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung sind Bildschirminhalte mitunter nur noch schwer zu lesen. Praktisch hingegen ist, dass wir sehr genau den Moment einstellen können, an dem sich das Display automatisch nach einer Drehung unseres Handgelenks aktiviert. In den Einstellungen finden sich zahlreiche Parameter dazu, mit ein wenig Herumprobieren dürfte jeder eine passende Einstellung finden.

Da ein LC-Display verbaut ist, gibt es keine Möglichkeit, dauerhaft die Uhrzeit anzeigen zu lassen, ohne den Akku zu stark zu belasten. Sicherlich wäre ein größeres, rundes OLED-Display schöner gewesen, zu bedenken ist allerdings, dass es sich bei der Uhr um ein relativ kleines Projekt mit schmalen Margen handelt.

Angesichts dessen und auch angesichts des verhältnismäßig niedrigen Preises sehen wir auch die geringe Speicherausstattung und den nicht besonders leistungsstarken Prozessor (Nordic nRF52832 mit 64 MHz) nicht als negativen Punkt. Für eine Bastleruhr ist diese Ausstattung zweckmäßig, sie reicht zudem für den Alltagsbetrieb aus - auch wenn die Nutzungsgeschwindigkeit nicht besonders hoch ist.

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WalaWala 10. Jun 2020

Das Script wird auch ordentlich schnell interpretiert auf dem Ding, das ist nicht das...

justanotherhusky 10. Jun 2020

Ich find die Idee super, würde aber gerne 150-200¤ in etwas höherwertige Hardware...

Vögelchen 09. Jun 2020

Vermutlich hat man wegen des Verbrauchs ein LCD gewählt. Es hätte aber nicht gleich so...

Vögelchen 09. Jun 2020

Schon in Groß und auf den Foto sehe ich... dass ich kaum etwas sehe. Bei einem Gerät...

WalaWala 09. Jun 2020

Ist zwar noch etwas sehr Beta, aber es funktioniert. Dafür muss man eine custom Firmware...


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