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Bandlaufwerke als Backupmedium:
"Wie ein bisschen Tetris spielen"

Hinter all den modernen Computern rasseln im Keller heutzutage noch immer Bandlaufwerke vor sich hin - eine der ältesten digitalen Speichertechniken. Golem.de wollte wissen, wie das im modernen Rechenzentrum aussieht und hat das GFZ Potsdam besucht, das Tape für Backups nutzt.
/ Oliver Nickel
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Viele Tausend Magnetbänder werden im GFZ Potsdam archiviert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Viele Tausend Magnetbänder werden im GFZ Potsdam archiviert. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Obwohl die Welt der IT ständig im Wandel ist, bleiben doch einige Konstanten erhalten. So zum Beispiel Bandlaufwerke, die bereits seit den 50er Jahren das Bild eines typischen Computers prägen: riesige Konsolen mit winzigen Bildschirmen und Bändern im Schrank. Diese für Computertechnik fast antike Hardware ist im Bereich der Langzeitarchivierung und für Backup-Strategien heute noch immer im Gebrauch - allerdings in einem kompakteren Format. Doch warum ist das so? Golem.de hat das Rechenzentrum des Geoforschungszentrums in Potsdam(öffnet im neuen Fenster) aufgesucht und sich die Technik genauer angeschaut.

Für Steffen Loos, IT-Administrator beim Institut, ist die Antwort simpel: "Das ist eine Kostenfrage" , sagt er. Tatsächlich kosten die von ihm verwendeten LTO-7-Magnetbänder momentan etwa 10 Euro pro Terabyte. Festplatten im Enterprise-Bereich sind da wesentlich teurer, genauso wie Flash-Speicher, der trotz starken Preisverfalls für Backup-Anwendungen noch immer eher ungeeignet ist.

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