Bandlaufwerke als Backupmedium: "Wie ein bisschen Tetris spielen"

Obwohl die Welt der IT ständig im Wandel ist, bleiben doch einige Konstanten erhalten. So zum Beispiel Bandlaufwerke, die bereits seit den 50er Jahren das Bild eines typischen Computers prägen: riesige Konsolen mit winzigen Bildschirmen und Bändern im Schrank. Diese für Computertechnik fast antike Hardware ist im Bereich der Langzeitarchivierung und für Backup-Strategien heute noch immer im Gebrauch - allerdings in einem kompakteren Format. Doch warum ist das so? Golem.de hat das Rechenzentrum des Geoforschungszentrums in Potsdam(öffnet im neuen Fenster) aufgesucht und sich die Technik genauer angeschaut.
Für Steffen Loos, IT-Administrator beim Institut, ist die Antwort simpel: "Das ist eine Kostenfrage" , sagt er. Tatsächlich kosten die von ihm verwendeten LTO-7-Magnetbänder momentan etwa 10 Euro pro Terabyte. Festplatten im Enterprise-Bereich sind da wesentlich teurer, genauso wie Flash-Speicher, der trotz starken Preisverfalls für Backup-Anwendungen noch immer eher ungeeignet ist.