• IT-Karriere:
  • Services:

Banana Pi M3 vs. Lemaker Hikey: Bastelrechner mit Bumms

Wem der Raspberry Pi 3 für sein Bastelprojekt noch zu lahm ist, dem stehen Alternativen offen. Wir haben uns zwei aktuelle Kleinstrechner angeschaut, die mit 8 Kernen ordentlich Power haben.

Artikel von veröffentlicht am
Banana Pi M3 gegen Lemaker Hikey
Banana Pi M3 gegen Lemaker Hikey (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Raspberry Pi 3 lässt als Mediacenter und Spieleplattform nur wenig Wünsche offen. Trotzdem gibt es immer noch genug Fälle, in denen reine Rechenleistung (fast) alles ist. Deshalb haben wir uns zwei Rechner näher angeschaut, die genau das bieten sollen und Ende des vergangenen Jahres herauskamen: den Banana Pi M3 von Sinovoip und das Lemaker Hikey. Doch wir wollen nicht nur wissen, ob die Bastelrechner mit ihren Achtkernprozessoren flott sind. Wir prüfen auch, ob die Linux-Unterstützung und Dokumentation bei den Herstellern wie früher eine ewige Baustelle darstellen.

Inhalt:
  1. Banana Pi M3 vs. Lemaker Hikey: Bastelrechner mit Bumms
  2. Lemaker Hikey
  3. Viel Leistung
  4. Fazit

Ein wenig Würze liegt in diesem Vergleich, da Sinovoip und Lemaker bislang vor allem durch ihre konkurrierenden Banana-Pi-Rechner bekannt sind und sich seit einem undurchsichtigen Rechtsstreit um die Banana-Pi-Marke im Jahr 2015 fast als Erzfeinde betrachten. Es gibt also durchaus Grund zur Hoffnung, dass beide Hersteller gewillt sind, im Kampf um die Kunden nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Service und die Software zu achten.

Das All-inklusive-Board

Das Banana Pi M3 führt die klassische Banana-Pi-Reihe fort. Als Prozessor kommt ein Allwinner A83T zum Einsatz. Er hat acht ARM-Cortex-A7-Kerne, getaktet mit je maximal 2 GHz. Der RAM ist 2 GByte groß. Als Massenspeicher gibt es ein 8 GByte großes eMMC-Modul, alternativ nimmt auch eine Micro-SD-Karte Betriebssystem und Daten auf. Dazu gibt es Gigabit-Ethernet, WLAN (nach 802.11b/g/n), Bluetooth, DSI, CSI, eine SATA-Schnittstelle, zwei USB-Ports, ein Mikrofon und vieles mehr auf einer Platine so groß wie ein Raspberry Pi. Kurz: Wer da noch Wünsche hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Eigentlich.

  • Banana Pi M3 - Frontseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Banana Pi M3 - Rückseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es ist fast unmöglich, den  Banana Pi M3 anzufassen und nicht irgendwelche Buchsen zu berühren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Banana Pi M3 gegen Lemaker Hikey (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lemaker Hikey - Frontseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lemaker Hikey - Rückseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Anschlüsse des Lemaker Hikey befinden sich mit Ausnahme des Stromanschlusses auf einer Seite. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Banana Pi M3 - Frontseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Doch bei der Banana-Pi-Serie steht schnell die Frage im Raum, was davon eigentlich unter Linux nutzbar ist. Sinovoip stellt auch beim M3 wieder eine ganze Reihe von Distributionen bereit, empfiehlt aber keine explizit. Ein Blick ins zugehörige Forum zeigt, dass zumindest die grundsätzlichen Funktionen von allen abgedeckt werden.

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm

Wir wollen zuerst eine Distribution mit dem obskuren Namen BPI-Berryboot herunterladen, vor allem wegen des Hinweises "w/GPU support". Allerdings sind die zugehörigen Benutzerkommentare wenig ermutigend. Deshalb entscheiden wir uns für ein genuines Ubuntu Mate. Auf Graphikbeschleunigung müssen wir damit verzichten. Wer nach einer Banana-Distribution sucht, tut das übrigens vergeblich, es gibt selbst für den M2 bislang nur eine alte Beta.

Nicht alle Hardware funktioniert wie gewünscht

Nach dem Aufspielen auf eine Micro-SD-Karte startet das System ohne weitere Probleme. Der Netzzugriff über Ethernet funktioniert, die Konfiguration des WLANs klappt ebenfalls umstandslos. Die vorinstallierten Programme umfassen unter anderem Libreoffice, die Arduino IDE und Iceweasel. Die Programme gleichzeitig laufenzulassen, ist kein Problem.

Unser Versuch, das Onboard-Mikro mit Hilfe von arecord zu nutzen, schlugen allerdings fehl; Banana Pi M3 erkennt kein Mikrofon. Auch die SATA-Schnittstelle wird niemanden wirklich glücklich machen. Sie ist per USB angebunden und muss sich die Leitung auch noch mit dem USB-Hub teilen. Bootfähig ist sie ebenfalls nicht. Auf einen Geschwindigkeitstest haben wir deshalb verzichtet. Sinnvoller für einen schnellen Start ist es, das Betriebssystem auf dem eMMC-Speicher abzulegen.

Angenehm ist der An/Aus-Knopf; den wünschen wir uns als Standard auch auf anderen Rechnern. Er funktioniert tatsächlich. Leider liegt der winzige Knopf unangenehm nah am ebenso winzigen Reset-Knopf. Positiv ist der UFL-Anschluss für eine WLAN-Antenne. Darauf muss beim Lemaker Hikey, aber auch beim Raspberry Pi 3 verzichtet werden.

Daten zur Leistungsfähigkeit und zum Strombedarf des Banana Pi M3 gibt es im dritten Teil des Artikels.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Lemaker Hikey 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 649,00€ (Vergleichspreise ab 718,99€)
  2. (aktuell u. a. MSI Optik MAG271CP Gaming-Monitor für 279,00€, Corsair Gaming Void Pro 7.1...
  3. (u. a. Crucial Ballistix Sport LT 16 GB DDR4-3200 für 62,39€ statt 76,98€ im Vergleich...

am (golem.de) 26. Mär 2016

Der Vorsprung ist auch mit Unixbench noch signifikant.

Kaiser Ming 24. Mär 2016

naja, wie ich schon schrieb wenn du einen Windowsersatz brauchst dann ...

Fabian1999 22. Mär 2016

Ja , cubietruck plus mit Erweiterung Platine,(http://cubieboard.org/2016/03/15/cubietruck...

derdiedas 22. Mär 2016

Dann nimm halt STM32Fx Boards - die haben ausreichend CPU Power sind aber auch auf...

gadthrawn 22. Mär 2016

Vielleicht ein paar Tipps bei den Selber-Bastel-Lösungen. Was oft unterschätzt wird ist...


Folgen Sie uns
       


Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020)

Der Eracing Simulator von Razer versucht, das Fahrgefühl in einem Rennwagen wiederzugeben. Dank Motoren und einer großen Leinwand ist die Immersion sehr gut, wie Golem.de im Hands on feststellen konnte.

Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020) Video aufrufen
Nasa: Boeing umging Sicherheitsprozeduren bei Starliner
Nasa
Boeing umging Sicherheitsprozeduren bei Starliner

Vergessene Tabelleneinträge, fehlende Zeitabfragen und störende Mobilfunksignale sollen ursächlich für die Probleme beim Testflug des Starliner-Raumschiffs gewesen sein. Das seien aber nur Symptome des Zusammenbruchs der Sicherheitsprozeduren in der Softwareentwicklung von Boeing. Parallelen zur Boeing 737 MAX werden deutlich.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Boeings Starliner hatte noch einen schweren Softwarefehler
  2. Boeing 777x Jungfernflug für das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug
  3. Boeing 2019 wurden mehr Flugzeuge storniert als bestellt

Frauen in der Technik: Von wegen keine Vorbilder!
Frauen in der Technik
Von wegen keine Vorbilder!

Technik, also auch Computertechnik, war schon immer ein männlich dominiertes Feld. Das heißt aber nicht, dass es in der Geschichte keine bedeutenden Programmiererinnen gab. Besonders das Militär zeigte reges Interesse an den Fähigkeiten von Frauen.
Von Valerie Lux

  1. Arbeit Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
  2. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann
  3. Arbeit Wer ein Helfersyndrom hat, ist im IT-Support richtig

O2 Free Unlimited im Test: Telefónica macht echte Datenflatrate erschwinglich
O2 Free Unlimited im Test
Telefónica macht echte Datenflatrate erschwinglich

Telefónica startet eine kleine Revolution im Markt für Mobilfunktarife: Erstmals gibt es drei unterschiedliche Tarife mit unlimitierter Datenflatrate, die sich in der maximal verfügbaren Geschwindigkeit unterscheiden. Wir haben die beiden in der Geschwindigkeit beschränkten Tarife getestet und sind auf erstaunliche Besonderheiten gestoßen.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Telefónica Neue O2-Free-Tarife verlieren endloses Weitersurfen
  2. O2 My Prepaid Smartphone-Tarife erhalten mehr ungedrosseltes Datenvolumen
  3. O2 Free Unlimited Basic Tarif mit echter Datenflatrate für 30 Euro

    •  /