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Fazit

8 Kerne können ohne Frage beeindrucken. Noch mehr beeindruckt hat uns aber die Leistungsdifferenz zwischen der ARMs A7-Archiektur auf dem Banana Pi und der A53-Architektur auf dem Lemaker Hikey. Das hat nichts mit 32 Bit vs 64 Bit zu tun, sondern vor allem mit dem erweiterten Befehlssatz. Der wird aber erst mit dem Aarch64-Linuxzweig tatsächlich verwendet.

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Doch in unserem Test standen sich nicht nur zwei Architekturen gegenüber, sie zeigten auch die beiden Trends bei Bastelrechnern: Die eierlegende Wollmilchsau für den Bastler und Hobbyanwender gegen den eher auf einen spezifischen Zweck zugeschnittenen, industrienahen Minirechner.

Der Banana Pi M3 zeigt die Grenzen der Featuritis - ohne ein grundlegendes Neudesign passt schon rein platzmäßig einfach nichts mehr auf die Platine. Zwar funktioniert fast alles unter Linux, aber eher schlecht als recht. Und immer noch versucht der Hersteller Sinovoip, möglichst durch die Unterstützung vieler Linux-Distributionen zu glänzen, statt eine richtig gute zu machen. Eine richtige Dokumentation wird immer noch nicht bereitgestellt, viele Informationen sind zwar da, aber quer im Banana-Pi-Forum verteilt. Als Mediacenter und Spieleplattform dürfte der Banana Pi M3 nur mit Android sinnvoll sein. Linux-Fans und Bastler müssen hingegen weiterhin bereit sein, auch mal am Kernel zu fummeln und gepatchte Images selbst zu bauen, um wirklich alle Funktionen wie gedacht nutzen zu können. Und ein Kühlkörper sollte auch noch im Budget sein.

Der Lemaker Hikey wirkt, abseits des schnellen Prozessors, dagegen spartanisch. Was für reine Steuerungsaufgaben eher ein Plus darstellt. Beim Thema Support und Dokumentation wirkt Lemaker allerdings zunehmend vertrauenserweckender. Ob das nur im Rahmen der 96Boards-Initiative zutrifft und weil eher industrienahe Kunden adressiert werden, wird sich zeigen. Zum Spielen ist der Lemaker Hikey im doppelten Wortsinn wegen des Preises weniger geeignet. Auch wer keine Verwendung für die GPIO-Leisten hat, wird dem Hikey wenig abgewinnen können. Wer aber Rechenleistung für Steuerungsaufgaben auf kleinsten Raum braucht, sollte sich den Rechner ansehen.

Nachtrag vom 21. März 2016, 9:22 Uhr

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Artikels erschien ein Update der Ubuntu-Version für den Banana Pi M3 inklusive Unterstützung für die PowerVR-GPU. Wir werden das Update schnellstmöglich testen und den Artikel gegebenenfalls anpassen.

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am (golem.de) 26. Mär 2016

Der Vorsprung ist auch mit Unixbench noch signifikant.

Kaiser Ming 24. Mär 2016

naja, wie ich schon schrieb wenn du einen Windowsersatz brauchst dann ...

Fabian1999 22. Mär 2016

Ja , cubietruck plus mit Erweiterung Platine,(http://cubieboard.org/2016/03/15/cubietruck...

derdiedas 22. Mär 2016

Dann nimm halt STM32Fx Boards - die haben ausreichend CPU Power sind aber auch auf...

gadthrawn 22. Mär 2016

Vielleicht ein paar Tipps bei den Selber-Bastel-Lösungen. Was oft unterschätzt wird ist...


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