Lemaker Hikey

Der Hikey unterscheidet sich schon optisch vom Banana Pi M3. Das Design geht allerdings nicht auf Lemaker zurück. Platinengröße und die Anschlüsse basieren auf den Anforderungen der 96Boards-Spezifikation. Der 96Boards-Zusammenschluss versucht, industrienahe Hardware- und Software-Standards für eingebettete ARM-Rechner zu etablieren. Der Hikey ist also weniger ein Bastelrechner, sondern richtet sich an professionelle Nutzer.

Als Prozessor kommt ein Kirin 620 zum Einsatz, seine acht ARM-Cortex-A53-Kerne werden mit bis 1,2 GHz getaktet. Der Prozessor kommt zum Beispiel im Huawei P8 Lite zum Einsatz. Der RAM ist bei unserem Modell 2 GByte groß, es gibt auch eine Variante mit 1 GByte. Als Massenspeicher dient ein 8 GByte großes eMMC-Modul, alternativ kann auch der Micro-SD-Karten-Slot verwendet werden. Peripherie kann über zwei USB-2-Ports oder per Bluetooth angeschlossen werden. Dazu gibt es eine Schnittstelle für Micro-USB-OTG. Video- und Audiosignale werden per HDMI übertragen. Kontakt mit dem Netzwerk gibt es nur per WLAN. Die Stromversorgung erfordert ein 12-Volt-Netzteil mit passendem Hohlstecker.

  • Banana Pi M3 - Frontseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Banana Pi M3 - Rückseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Es ist fast unmöglich, den  Banana Pi M3 anzufassen und nicht irgendwelche Buchsen zu berühren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Banana Pi M3 gegen Lemaker Hikey (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lemaker Hikey - Frontseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lemaker Hikey - Rückseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Anschlüsse des Lemaker Hikey befinden sich mit Ausnahme des Stromanschlusses auf einer Seite. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Lemaker Hikey - Frontseite (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Für Bastler stehen zwei Pin-Leisten bereit. Eine 40-Pin-Leiste stellt GPIO-Kontakte und verschiedene Bussysteme zur Verfügung. Trotz der identischen Pin-Anzahl ist sie aber nicht kompatibel mit dem Raspberry Pi. Eine 60-polige Buchse stellt ebenfalls Bussysteme, aber auch einen Kamera-CSI- und einen Display-DSI-Anschluss bereit. Allerdings erfordert die Buchse dafür ein Breakout-Board. Beide Pin-Leisten entsprechen dem 96Boards-Standard. 96Boards bietet für die Leisten bereits sogenannte Mezzanine-Aufsätze mit zusätzlichen Sensoren und Anschlüssen.

Beim Betriebssystem gibt es wenig Auswahl. Lemaker überlässt die Bereitstellung komplett der 96Boards-Initiative. Sie bietet eine Android-Variante und die Linaro-Linux-Distribution an. Wir flashen das eMMC-Modul mit Linaro. Bereits das Changelog erwähnt die fehlende Audioausgabe. Über das Thema Grafik- und Videobeschleunigung für die verbaute Mali-450-GPU wird kein Wort verloren. Ansonsten ist Linaro weitgehend eine unauffällige Linux-Distribution - mit einer Ausnahme: Sie basiert bereits auf dem Aarch64-Zweig, läuft also mit 64 Bit. Das kann mit einigen Programmen zu Problemen führen.

Unter Linux gibt es ansonsten nicht viel auszuprobieren. Wer den Rechner unbedingt als Mediacenter oder zum Spielen einsetzen will, muss zu Android greifen.

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 Banana Pi M3 vs. Lemaker Hikey: Bastelrechner mit BummsViel Leistung 
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am (golem.de) 26. Mär 2016

Der Vorsprung ist auch mit Unixbench noch signifikant.

Kaiser Ming 24. Mär 2016

naja, wie ich schon schrieb wenn du einen Windowsersatz brauchst dann ...

Fabian1999 22. Mär 2016

Ja , cubietruck plus mit Erweiterung Platine,(http://cubieboard.org/2016/03/15/cubietruck...

derdiedas 22. Mär 2016

Dann nimm halt STM32Fx Boards - die haben ausreichend CPU Power sind aber auch auf...



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