Abo
  • Services:

Banana Pi im Test: Bananen sind keine Himbeeren

Das Banana Pi verspricht bei kräftigerer Hardware weitgehende Kompatibilität zum Raspberry Pi. Ein Klon ist es aber nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Banana Pi sieht ein bisschen aus wie das Raspberry Pi, ist aber doch ganz anders.
Das Banana Pi sieht ein bisschen aus wie das Raspberry Pi, ist aber doch ganz anders. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Aus China stammt ein Nachbau des Raspberry Pi mit dem etwas seltsam anmutenden Namen Banana Pi. Er allein erinnert schon an das erfolgreiche Raspberry Pi aus Großbritannien, ganz zu schweigen vom Aussehen und der Größe der Platine. Auf den ersten Blick sieht das Banana Pi also aus wie ein Klon des Raspberry Pi.

  • Links das Raspberry Pi B+, in der Mitte das Banana Pi und rechts das Raspberry Pi B (Fotos: Fabian Hamacher)
  • Die GPIO-Schnittstellen aller drei Platinen unterscheiden sich deutlich, was die Kompatibilität von Erweiterungshardware erschwert.
  • Links das Raspberry Pi B, in der Mitte das Banana Pi und rechts das Raspberry Pi B+
  • Die Composite-Video-Buchse ist näher an der GPIO-Steckerleits und könnte daruch so mancher Erweiterungsplatine im Weg sei.
  • Die Rückseite des Banana Pi mit dem Micro-USB-Stecker für die Stromversorgung. Rechts daneben ist der Stromstecker für die SATA-Schnittstelle.
  • Der zweite Micro-USB-Anschluss mit OTG liegt zwischen dem SATA-Anschluss und dem Stromstecker für SATA-Festplatten.
  • Das Banana Pi hat GBit-LAN. Rechts neben den beiden USB-2.0-Buchsen ist der Infrarotempfänger.
  • Die Rückseite des Banana Pi mit dem Allwinner A20 und dem Slot für SD-Karten.
Links das Raspberry Pi B+, in der Mitte das Banana Pi und rechts das Raspberry Pi B (Fotos: Fabian Hamacher)
Inhalt:
  1. Banana Pi im Test: Bananen sind keine Himbeeren
  2. Läuft mit Linux - und Android
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Wie die Raspberry Pi Foundation bemüht sich der chinesische Banana-Pi-Hersteller Lemaker um eine aktive Community und will Projekte rund um das Banana Pi fördern. Dabei setzt Lemaker weitgehend auf Open Source. Bildungsprojekte, Erweiterungen oder Dokumentationen sollen möglichst unter die GPL oder die CC BY-SA 3.0 gestellt werden. Die Informationen über den kleinen Rechner sind auf zwei Webseiten verteilt, was etwas verwirrend ist. Unter bananapi.org gibt es Links zu Downloads, die zum Sourcecode für den A20-SoC von Allwinner sowie diversen Konfigurationsdateien auf Github führen, mit denen der Linux-Kernel erstellt werden kann. Die dort vorhandenen Anleitungen sind spärlich, das Wiki lädt eher Dritte dazu ein, die wenigen Artikel dort zu ergänzen, während das Wiki auf der Webseite des Herstellers deutlich umfangreicher ausfällt.

Die Seite zu den Hardwarespezifikationen offenbart die ersten deutlichen Unterschiede zum Raspberry Pi: Statt eines Kerns, wie im Broadcom-SoC des Raspberry Pi vorhanden, hat der A20 von Allwinner zwei Cortex-A7-Kerne, die mit bis zu 1 GHz getaktet werden können. Für die 400MP2-GPU von Mali gibt es bereits offenen Quellcode. Den Arbeitsspeicher hat Lemaker im Vergleich zum Raspberry Pi auf 1 GByte verdoppelt.

Mehr Anschlüsse, höhere Leistungsaufnahme

Auch die Anschlüsse sind zahlreicher als beim Raspberry Pi. Statt eines 100-MBit- gibt es dort einen dezidierten GBit-LAN-Anschluss. Zusätzlich zu dem SD-Kartenslot lässt sich am Banana Pi auch eine SATA-Festplatte anschließen. Daneben hat Lemaker einen weiteren Micro-USB-Anschluss spendiert, der On-the-Go unterstützt. Außerdem gibt es noch ein Mikrofon, einen integrierten Infrarotempfänger und drei Schalter, mit denen das Banana Pi ein- und ausgeschaltet sowie neu gestartet werden kann. Über den dritten Schalter lässt sich auf den Universal Boot Loader (U-Boot) zugreifen. Bis auf den höheren Datendurchsatz des LAN-Anschlusses entspricht die Hardware des Banana Pi weitgehend der des Cubieboard 2. Damit sämtliche Komponenten mit genügend Leistung versorgt werden, empfiehlt der Hersteller ein Ladegerät mit 5 Volt und 2 A. Das Raspberry Pi begnügt sich mit 750 mA.

Läuft mit Linux - und Android 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Schmitzschleicher 05. Okt 2014

bei Apolan Hosting haben die sowas auch für Raspberry Pi, Banana Pi & Cubietruck...

baltasaronmeth 25. Aug 2014

Pi-Mediacenter: Pi: 30¤ USB-Kabel: 3¤ SD-Karte: 5¤ (liegt aber eigentlich schon rum...

Tobias Claren 16. Aug 2014

Da könnte auch ein Chinese das Teil in großen Mengen in sein Lager in Hamburg, Frankfurt...

ALLNET GmbH 14. Aug 2014

https://www.youtube.com/watch?v=sM9JQBv_TnU&list=UU7A3AxxQ3NmiOpafjpPqstA Hallo Tony...

ALLNET GmbH 14. Aug 2014

Hallo Thomas, du hat vollkommen recht. Bei amazon.de findest du das BananaPi für unter 50...


Folgen Sie uns
       


Apple iPhone Xr - Test

Das iPhone Xr kostet 300 Euro weniger als das iPhone Xs, bietet aber das gleiche SoC und viele andere Ausstattungsmerkmale des teureren Modells. Unterschiede gibt es bei der Kamera und dem Display: Das iPhone Xr hat keine Dualkamera und anstelle eines OLED-Bildschirms kommt ein LCD zum Einsatz.

Apple iPhone Xr - Test Video aufrufen
NGT Cargo: Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h
NGT Cargo
Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Güterzüge sind lange, laute Gebilde, die langsam durch die Lande zuckeln. Das soll sich ändern: Das DLR hat ein Konzept für einen automatisiert fahrenden Hochgeschwindigkeitsgüterzug entwickelt, der schneller ist als der schnellste ICE.
Ein Bericht von Werner Pluta


    Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
    Job-Porträt Cyber-Detektiv
    "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

    Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
    Von Maja Hoock

    1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
    2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
    3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

    E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
    E-Mail-Verschlüsselung
    "90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

    Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
    Ein Interview von Jan Weisensee

    1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
    2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

      •  /