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Banana Pi: Embedded Router Board

Von den Entwicklern des Banana Pi gibt es ab Ende Oktober ein preiswertes Router-Board mit 4 zusätzlichen Gbit-Ethernet-Ports.
/ Alexander Merz
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Der BPI-R1 (Bild: Sinovoip Co Limited)
Der BPI-R1 Bild: Sinovoip Co Limited

Das Router-Board BPI-R1(öffnet im neuen Fenster) setzt technisch auf dem Banana Pi auf und verfügt über die gleichen technischen Daten: Als Prozessor kommt ein Allwinner A20 Cortex-A7 Dual Core zum Einsatz, der auf 1 Gbyte Ram zugreifen kann. Eine Festplatte kann über die SATA-Schnittstelle angeschlossen werden. Alle weiteren Anschlüsse des Banana Pi, inklusive der Ein- und Ausgänge für Video und Audio stehen zur Verfügung, ebenso wie die GPIO-Leiste, welche in Grenzen kompatibel zum Raspberry Pi ist. Die Stromversorgung erfolgt über einen Micro-USB-Anschluss.

Routerfähigkeit

Der Unterschied zum Banana Pi wird bei der Netzwerkfähigkeit deutlich: WLAN-Unterstützung nach 802.11b/g/n hat das Board bereits und erfordert kein zusätzliches Modul wie beim Banana Pi. Es können zwei externe Antennen angeschlossen werden. Der zuständige Realtek-Chip RL8192(öffnet im neuen Fenster) ist über USB2.0 auf dem Board eingebunden.

Für die Verbindung per Ethernet steht neben dem 100/1000MB-Ethernet-Anschluss des Banana Pi eine zusätzliche Leiste von vier 100/1000MB-Anschlüssen zur Verfügung. Diese sind über einen Broadcom BCM53125(öffnet im neuen Fenster) miteinander verbunden. Der Prozessor sollte also normalerweise nicht mit der Datenübertragung belastet sein.

Als Folge der zusätzlichen Anschlüsse ist die Platine des BPI-R1 mit knapp 150 x 100 mm deutlich größer als die des Banana Pi (92x60mm) beziehungsweise des Raspberry Pi. Zum Strombedarf des Boards gibt es noch keine Aussagen.

Software

Das Router-Board soll die gleichen Betriebssysteme(öffnet im neuen Fenster) unterstützen wie das Banana Pi, neben diversen Linux-Distributionen auch Android. Inwieweit sich mit diesen Distributionen Einfluss auf die Routerfunktionen nehmen lässt, ist noch unklar.

Preis und Verfügbarkeit

Der BPI-R1 soll einzeln ca. 70 US-Dollar kosten und erstmalig Ende Oktober ausgeliefert werden. In Deutschland soll das Board zuerst bei Allnet(öffnet im neuen Fenster) verfügbar sein.


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