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Asange-Unterstützer vor der ecuadorianischen Botschaft in London
Asange-Unterstützer vor der ecuadorianischen Botschaft in London (Bild: Neil Hall/Reuters)

Balkonrede: Assange fordert Freilassung von Manning und sonst nichts

Asange-Unterstützer vor der ecuadorianischen Botschaft in London
Asange-Unterstützer vor der ecuadorianischen Botschaft in London (Bild: Neil Hall/Reuters)

Auf einem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London hat Julian Assange eine Stellungnahme abgegeben. Darin ging er nicht auf kolportierte Pläne ein, sich Schweden unter gewissen Bedingungen zu stellen.

Mit dem Satz "Ich bin hier, weil ich nicht bei euch da unten sein kann" hat Julian Assange am Sonntag seine nur 19-minütige Ansprache eröffnet. Die musste er auf dem Balkon der Botschaft von Ecuador in London halten, weil die britischen Behörden mehrfach erklärt hatten, er würde verhaftet, wenn er auch nur einen Fuß vor das Gebäude setzen würde. Seit 61 Tagen befindet sich der Wikileaks-Gründer in der Botschaft, Ecuador gewährte ihm am 16. August 2012 Asyl als politisch Verfolgter, was Großbritannien aber nicht anerkennen will. Freies Geleit wird Assange verwehrt.

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Assange bedankte sich ausführlich für die Unterstützung bei den Mitarbeitern seiner Organisation und den Menschen in Australien, Großbritannien und den USA, die zu ihm gehalten hätten, "auch wenn eure Regierungen das nicht getan haben". Einige mittel- und südamerikanischen Länder der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), zu denen auch Ecuador gehört, zählte er namentlich als "Bewahrer des Asyls" auf.

Zu eventuellen Plänen einer Ausreise oder den Gerüchten, er würde sich freiwillig Schweden stellen, sagte Julian Assange nichts. Zuvor hatte die britische Zeitung Sunday Times berichtet, Assange wolle sich stellen, wenn ihm Schweden garantiere, dass er nicht an die USA ausgeliefert wird. Er vermutet hinter den Vorwürfen zu Sexualvergehen, die in Schweden gegen ihn erhoben werden, ein Komplott. In den USA soll es bereits eine geheime Anklage gegen Assange geben. "Die Hexenjagd gegen Wikileaks" müsse aufhören, sagte Assange.

Statt von seinem Schicksal sprach der gebürtige Australier von dem des US-Soldaten Bradley Manning, der als die wichtigste Quelle von Wikileaks gilt: "Bradley Manning muss freigelassen werden", sagte Assange, und: "Er ist ein Held, der uns allen als Beispiel dient". Manning ist seit Mai 2010 in militärischer Haft, und noch immer wurde ihm nicht der Prozess eröffnet.

Der Umstand, dass Assange zwar offiziell Asyl von Ecuador erhalten hat, aber Großbritannien nicht verlassen kann, hat zu diplomatischen Verwerfungen geführt. Unter anderem hat Ecuador deswegen für den 23. August 2012 eine Sondersitzung in Washington einberufen.


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neocron 24. Aug 2012

Wenn es mehrere Definitionen gibt, natuerlich ist es dann interpretierbar. Im gegenzug...

Outcome 21. Aug 2012

Eine Tagesschau soll nicht 5 Minuten lang sein, die Werbung aber schon?! Genau, es gibt...

azeu 20. Aug 2012

stimmt, die ganzen Menschenrechtler aus China, Iran etc. sind auch alle illoyal, aus...

teenriot 20. Aug 2012

Nachdem ich am Wochenende einen Film über die Novemberrevolution gesehen haben muss ich...

kmork 20. Aug 2012

Nach den Maßstäben, die wir in Deutschland (und sonstwo außerhalb von Schweden) haben...



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