Bald 1 GBit/s: Scheuer will Satelliteninternet mit 500 Euro fördern

Gutscheine über 500 Euro für Satelliteninternet sollten Haushalte erhalten, die mit weniger als 10 MBit/s auskommen müssen. Laut VATM könnte per Satellit perspektivisch sogar Gigabit erreicht werden.

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Eutelsat Konnect
Eutelsat Konnect (Bild: Thales Alenia Space)

Haushalte mit schwachem Internetzugang sollen laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Gutscheine über 500 Euro für einen Satellitenanschluss bekommen. "Bundesweit könnten wir auf diese Weise über Nacht etwa 200.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgen und ihnen so die digitale Teilhabe ermöglichen", sagte Scheuer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In der Coronapandemie sei extrem langsames Internet vor allem bei Homeoffice oder Fernunterricht ein Problem. Die Gutscheine sollen demnach an Haushalte gehen, die über eine Datenübertragungsrate von weniger als 10 MBit/s verfügen und bei denen kein Ausbau geplant ist.

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Das französische Betreiber Eutelsat bietet seit November 2020 den Satelliteninternet-Dienst Konnect mit bis zu 100 MBit/s im Download an. Im Upload werden nur bis zu 5 MBit/s geboten. Der Zugang kostet monatlich 69,99 Euro.

Tobias Miethaner, Abteilungsleiter beim Bundesverkehrsministerium, hat bereits im Oktober 2020 über eine Förderung von Satelliteninternet gesprochen. In weiteren Berichten war von einer halben Million Haushalten in abgelegenen Gebieten die Rede, die auf absehbare Zeit keinen schnellen Anschluss erhalten. Einen Vorschlag für die staatliche Förderung von Satelliteninternet für die Betroffenen haben der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) sowie das SPD-Wirtschaftsforum beim Digitalgipfel der Bundesregierung im November 2020 eingebracht. Hier wurde noch eine staatliche Förderung von 500 bis 1.000 Euro diskutiert.

VATM hat Förderung für Satelliteninternet seit Monaten thematisiert

VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner sagte, ein Blick in den Breitbandatlas des Bundes zeige, dass selbst in Randlagen von Gebieten, die etwa dank Vectoring mit 100 MBit/s und mehr versorgt seien, Hunderttausende Menschen aufgrund langer Kupferleitungen sehr schlechte Internetverbindung hätten und ohne Satellit noch lange auf digitale Teilhabe warten müssten. Mit den neuen, schon mehr als 1.000 deutlich niedriger fliegenden Satelliten könne nicht nur die kritische Latenzzeit auf wenige Millisekunden gesenkt werden, sondern perspektivisch sogar Gigabit erreicht werden.

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"Der Satellit wird nie Millionen Glasfaser- oder Mobilfunkanschlüsse ersetzen, aber dort, wo es nötig und sinnvoll ist, werden Satelliten zukünftig eine viel größere und wichtigere Rolle spielen als heute", sagte Grützner. Nicht ohne Grund investiere Tesla-Gründer Elon Musk mit seinem Unternehmen Starlink Milliarden in diese neue Technologie.

Grützner bezeichnete den Vorstoß des Ministers als einen zukunftsorientierten und bürgernahen Vorschlag, der nicht als ein Scheitern der Ausbauziele missinterpretiert werden solle. Dank der Voucher seien die finanziellen Belastungen für die Nutzer der Satellitenkommunikation gut abgefedert und entsprächen in etwa den Kosten für Sat-Schüssel und Router.

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Arsenal 15. Jan 2021

Naja, shared medium und so, überall das gleiche Problem, nur dass man bei geostationären...

Arsenal 15. Jan 2021

Och für manche Sachen war das schon ganz nett als Alternative zum Modem. Inzwischen sogar...

JensBerlin 15. Jan 2021

Warum gibt es diesen Förderung nicht (schon längst) und zwar technologieneutral? Kleine...

Schnookerippsche 14. Jan 2021

Dann würde man ja den Kritikern quasi zustimmen, dass Merkel eine schlechte Regierung...

mibbio 14. Jan 2021

Die Internetversorgung fällt ja leider mit in sein Ressort.



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