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Brot macht satt und froh

Nahrung, so sind Wissenschaftler überzeugt, soll die Astronauten nicht nur satt machen, sondern ihnen auch Wohlbefinden und ein Gefühl von Heimat vermitteln. Das ist etwa auch die Motivation für das Projekt Eden ISS des Instituts für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das um die Ecke von Bake in Space seinen Sitz hat.

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Die DLR-Forscher wollen in Schränken unter Kunstlicht und mit Nährlösung statt Mutterboden Nutzpflanzen züchten. DLR-Forscher Paul Zabel reist mit Containern voll mit solchen Schränken in Kürze in die Antarktis, um im ewigen Eis die Bewohner der Forschungsstation Neumayer III mit frischem Gemüse zu versorgen. Außerdem wollen die DLR-Forscher einige Pflanzen in einem Satelliten in den Orbit schießen, um zu sehen, wie Pflanzen im Weltall gedeihen.

Pflanzen tun Raumfahrern gut

Die Pflanzen gäben Nahrung, sie nähmen Kohlendioxid auf und produzierten Sauerstoff. Sie seien aber auch "für das psychologische Wohlbefinden der Crew wichtig", sagte Zabel Golem.de.

Was für Pflanzen gilt, gilt auch für Brot: "In unserem Kulturkreis ist Brot, seitdem es existiert, seitdem wir als Menschen Agrikultur betreiben - das war ja der Anbeginn von Zivilisation - immer sinnbildlich für Wohlbefinden, für Freundschaft, für ein Stück Heimat", sagt Marcu. "Deshalb sind wir davon überzeugt, dass wir trotz der Schwierigkeiten, für die wir eine technische Lösung finden müssen, durch Brot ein Stück Heimat schaffen können, wenn wir weit weg sind von der Erde."

Jaschinski vermisst Brot

Auf die Idee, Brot für die Astronauten zu produzieren, sei Marcus in Holland lebender Kollege Neil Jaschinski gekommen. "Er hat immer sein heimisches Brot vermisst. Jedes Mal, wenn er auf Geschäftsreise in Deutschland ist, nimmt er mehrere Laibe deutsches Brot mit nach Holland", erzählt Marcu. "Als dann bekanntwurde, dass Alexander Gerst fliegen wird, dachten wir: Mensch, der wird das bestimmt auch vermissen. Lass uns ihm etwas Gutes tun und ein frisches Brot auf der Raumstation backen."

Nachdem sie sich mehr mit dem Thema beschäftigt hatten, sei ihnen klar geworden, dass die Produktion von Brot ein Schlüssel sein könne für lange Weltraummissionen: Ein Flug zum Mars und zurück etwa wird rund anderthalb Jahre dauern. Außerdem stehen eine Besiedelung des Mondes und des Mars' auf dem Plan.

Ein deutsches Unternehmen sei besonders prädestiniert dafür, sagt Marcu. Schließlich habe das Land eine große Brotkultur mit 3.200 Sorten. "Ich hoffe, dass wir die Richtung vorgeben, wenn wir zum Mond und zum Mars fliegen, dass vielleicht ein Stück deutsche Bäckerkunst ein bisschen die Zukunft mitbestimmt", resümiert Marcu. "Wäre ja schade, wenn es ein amerikanisches Brötchen wäre."

 Backen im All ist schwierig
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emdotjay 29. Jan 2018

Da habe ich gerade was im Internet dazu gefunden: https://www.youtube.com/watch?v...

Der-Berliner 14. Dez 2017

Der Name "Schrippe" ist eine niederdeutsche Form des frühneuhochdeutschen Wortes...

TC 27. Nov 2017

https://www.youtube.com/watch?v=CWVFXJoW6ec

Menplant 27. Nov 2017

Hat dir der "Nationalismus" dein Pausengeld geklaut oder warum so feindlich? Tut mir...

eo no 26. Nov 2017

Trotzdem sind Raketen und U-Boote extrem gefährlich


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