Abo
  • Services:

Backen im All ist schwierig

Wieso? Backen ist doch einfach: Wasser, Hefe und Mehl vermischen, gehen lassen, kneten, noch einmal gehen lassen, ab in den Backofen bei 250 Grad. Fertig ist ein zumindest sehr basales Brot. Das ist schon zuhause schwieriger, als es klingt, in der Schwerelosigkeit steckt das Backen jedoch voller Tücken und Risiken.

  • Test auf der Erde: Weltraumgebäck darf nicht krümeln. (Foto: Bake in Space)
  • Prototyp des Backofens für die ISS: Darin ist nur Platz für drei Brötchen. (Foto: Bake in Space)
  • Der Backvorgang dauert eine Stunde, da das Backgut abkühlen muss, bevor es aus dem Ofen genommen wird. (Foto: Bake in Space)
  • Die Zukunftsvision: Raumfahrer auf der ISS und auf langen Raumflügen versorgen sich mit selbst gebackenem Brot. (Foto: Bake in Space)
Prototyp des Backofens für die ISS: Darin ist nur Platz für drei Brötchen. (Foto: Bake in Space)
Stellenmarkt
  1. abilex GmbH, Berlin
  2. über Jobware Personalberatung, Herford

Das geht bei den Grundzutaten los: "Wir haben da zwei verschiedene Stoffe, die überhaupt nicht miteinander reden wollen in der Schwerelosigkeit: Mehl verteilt sich in einer Riesenwolke in alle Richtungen, das Wasser bleibt über die Oberflächenspannung als ein Klumpen bestehen."

Auf der ISS ist Hefe nicht erwünscht

Auch Hefe ist auf der ISS ausgeschlossen. "Wir können nicht einfach Hefe mitbringen und sich da oben frei entfalten lassen", sagt Marcu. Die Pilze könnten sich ausbreiten und sich auf der Station festsetzen, wo die Astronauten sie nicht entfernen können - wie etwa die Schimmelpilze auf der ehemaligen russischen Raumstation Mir. Auch die ISS ist nicht sicher vor Schimmelbefall.

Schimmelpilze können die Gesundheit der Astronauten und möglicherweise auch Kabelisolierungen und Fensterdichtungen schädigen. Zwar seien Hefepilze nicht so gefährlich, sagt Marcu, "aber man muss es ja auch nicht forcieren".

Wasser und Mehl vermischen sich nicht

Aber selbst in einer abgeschlossenen Umgebung, aus der die Bestandteile nicht entkommen können, entsteht im All kein Brot: So schickte das kanadische Raumfahrtunternehmen Spar Aerospace 1992 einen Brotbackautomaten mit dem Space Shuttle Endeavour ins All. Zurück auf der Erde fanden die Initiatoren des Experiments in dem Kasten kein Brot, sondern nur kleine, harte Krümel.

Für das Teigmischen wird es wohl einen speziellen Mixer geben. Da Hefe nicht in Frage kommt, wird das Brot voraussichtlich mit einem Sauerteig zubereitet. Verschiedene Enzyme sollen das Kneten verbessern. Beim Rezept des Weltraumbrots muss zudem die veränderte Wahrnehmung bedacht werden: In der Schwerelosigkeit steigt Flüssigkeit in den Kopf, der deshalb leicht anschwillt. Für die Astronauten fühle sich das wie eine Erkältung an, sagt Marcu. Die Geschmacksnerven reagierten weniger sensibel. Deshalb müssten Speisen stärker gewürzt sein. Die Astronauten helfen mit einem Flüssigsalz nach - Salz wirkt ja auch wie ein Geschmacksverstärker.

Geknetet wird erst nach 2020

Erste Knettests auf der ISS wird es wohl erst 2020 oder 2021 geben, bei der übernächsten Mission mit einem deutschen Astronauten, aller Voraussicht nach Matthias Maurer. Auf der Station gebacken wird aber früher. Bis zur nächsten Mission mit Alexander Gerst, der 2018 als erster deutscher Kommandant wieder auf die Station fliegt, reicht die Zeit nicht. Möglicherweise fliegen Ofen und Brötchen im Jahr darauf mit dem Italiener Luca Parmitano auf die ISS.

Sicher ist, dass die Astronauten die Brötchen, die auf der ISS gebacken werden, auch essen dürfen - anders als den ersten Salat, den die Nasa 2014 auf die Station schickte. Die Astronauten mussten die Pflanzen pflegen, ernten - und dann zur Untersuchung auf die Erde schicken.

Wie schmeckt das Brötchen?

Die Weltraumbrötchen sind jedoch zum Verzehr gedacht. Die Astronauten müssen lediglich nach dem Verzehr Auskunft geben über die Textur, die Krümeligkeit, wie das Brötchen von innen aussieht und natürlich, wie es schmeckt.

Was aber soll das Ganze?

 Bake in Space: Bloß keine Krümel auf der ISSBrot macht satt und froh 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. (u. a. The Equalizer Blu-ray, Hotel Transsilvanien 2 Blu-ray, Arrival Blu-ray, Die glorreichen 7...

emdotjay 29. Jan 2018

Da habe ich gerade was im Internet dazu gefunden: https://www.youtube.com/watch?v...

Der-Berliner 14. Dez 2017

Der Name "Schrippe" ist eine niederdeutsche Form des frühneuhochdeutschen Wortes...

TC 27. Nov 2017

https://www.youtube.com/watch?v=CWVFXJoW6ec

Menplant 27. Nov 2017

Hat dir der "Nationalismus" dein Pausengeld geklaut oder warum so feindlich? Tut mir...

eo no 26. Nov 2017

Trotzdem sind Raketen und U-Boote extrem gefährlich


Folgen Sie uns
       


Huawei Matebook X Pro - Test

Das Matebook X Pro ist ein gutes 14-Zoll-Ultrabook mit sinnvollen Anschlüssen, guten Eingabegeräten sowie Intel-Quadcore und dedizierter Geforce-Grafik. Die eigenwillige Kamera aber gefällt nicht jedem.

Huawei Matebook X Pro - Test Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Disenchantment angeschaut: Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer
Disenchantment angeschaut
Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer

Mit den Simpsons ist er selbst Kult geworden, und Nachfolger Futurama hat nicht nur Sci-Fi-Nerds mit einem Auge für verschlüsselte Gags im Bildhintergrund begeistert. Bei Netflix folgt nun Matt Groenings Cartoonserie Disenchantment, die uns trotz liebenswerter Hauptfiguren in Märchenkulissen allerdings nicht ganz zu verzaubern weiß.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Streaming Wachstum beim Pay-TV dank Netflix und Amazon
  2. Videostreaming Netflix soll am Fernseher übersichtlicher werden
  3. Quartalsbericht Netflix verfehlt eigene Prognosen um 1 Million Neukunden

    •  /