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Baidu-Chef: KI-Branche steht vor der Konsolidierung

Baidu -Chef Robin Li erwartet eine Konsolidierung des KI-Sektors . 99 Prozent der Anbieter würden verschwinden, sagt er.
/ Andreas Donath
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Baidu-CEO Robin Li zeigt den Kunlun-Chip. (Bild: Baidu)
Baidu-CEO Robin Li zeigt den Kunlun-Chip. Bild: Baidu

Baidu-CEO Robin Li hat in einer Rede auf der Konferenz Future of Business des Managementmagazins Harvard Business Review Parallelen zwischen dem KI-Boom und der Dotcom-Blase der 1990er Jahre gezogen. Das berichtete The Register(öffnet im neuen Fenster) _.

Laut Li wird wahrscheinlich nur etwa ein Prozent der aktuellen KI-Unternehmen bestehen und einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen. Ähnlich wie nach dem Platzen der Dotcom-Blase könnten diese Firmen als dominierende Kräfte im Technologiesektor hervorgehen, was möglicherweise zu einer erhöhten Marktkonzentration führe.

Li wies darauf hin, dass bei der Bewältigung einer der größten Herausforderungen der KI – der Genauigkeit großer Sprachmodelle – erhebliche Fortschritte erzielt worden seien. Die Halluzinationsprobleme der KI-Systeme seien durch Verbesserungen in den vergangenen 18 bis 20 Monaten weitgehend gelöst worden.

Auswirkungen auf die Industrie

Der Vorstandsvorsitzende von Baidu prognostizierte einen Zeitraum von 10 bis 30 Jahren, bevor die KI-Technologie damit beginne, menschliche Arbeitsplätze in erheblichem Umfang zu verdrängen. Seine Einschätzung ist damit konservativer als das, was viele Branchenbeobachter noch vor Kurzem vorhersagten. Dennoch sollten sich alle Akteure auf diesen Paradigmenwechsel vorbereiten, riet Li.

Deutschland will eigenen KI-Trainingsort bieten

Die Deutsche Bahn AG und Schwarz Digits stellten am 21. Oktober 2024 auf dem Digital-Gipfel der Bundesregierung den Datahub Europe vor(öffnet im neuen Fenster) , eine neue Plattform für KI-Entwicklung im europäischen Raum. Das Projekt, an dem sich Partner wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, DvH Medien und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz beteiligen, ermöglicht nach Angaben der Projektteilnehmer das Training von KI-Modellen unter Einhaltung europäischer Datenschutzstandards.


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