Baidu Apollo RT6: Baidu entwickelt fahrerloses Auto für eigenen Fahrdienst

Das nächste Robotaxi für China: Der Internetkonzern Baidu hat auf seiner Hausmesse Baidu World ein Auto vorgestellt, das für fahrerloses Fahren ausgestattet ist.
Der Apollo RT6 wurde laut Baidu(öffnet im neuen Fenster) eigens für das vollständig autonome Fahren entwickelt. Gedacht ist das Fahrzeug als fahrerloses Taxi in Städten und soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen.
Der Apollo RT6 ist ein Elektroauto, in dem vier Personen Platz finden. Baidu liefert das Fahrzeug wahlweise mit Lenkrad oder für den fahrerlosen Einsatz ohne. Ohne Lenkrad ergeben sich mehr Platz und Möglichkeiten für die Gestaltung des Innenraums. So könnten beispielsweise zusätzliche Sitzplätze, Verkaufsautomaten, kleine Tische oder Spielkonsolen eingebaut werden.
Die Sensoren sind ins Dach integriert
Das Fahrzeug wurde laut Baidu für den fahrerlosen Einsatz entworfen und nicht, wie frühere Fahrzeuggenerationen, dafür nachgerüstet. Dadurch hätten die Sensoren in das Schiebedach integriert werden können, so dass sie kaum sichtbar seien. Das Fahrzeug verfügt über 38 Sensoren, um sein Umfeld auf allen Seiten zu erfassen. Zu den Sensoren gehören unter anderem acht Lidar und zwölf Kameras.

Apollo ist Baidus Framework für autonomes Fahren. Die Arbeit daran begann 2017, im Jahr darauf erhielt Baidu die Erlaubnis, fahrerlose Autos in Peking zu testen .
Der Apollo RT6 ist das erste Fahrzeug, das auf Xinghe basiert, Baidus selbst entwickelter Plattform für vollautonomes Fahren. Die Kosten für das Fahrzeug liegen bei etwa 37.000 US-Dollar. Das werde es ermöglichen, Zehntausende der autonomen Fahrzeuge in ganz China einzusetzen, sagte Robin Li, Chef und einer der Gründer von Baidu. "Wir bewegen uns auf eine Zukunft zu, in der die Fahrt mit einem Robotaxi nur noch halb so viel kosten wird wie die Fahrt mit einem Taxi heute."
Der Apollo RT6 soll ab dem kommenden Jahr beim Baidu Fahrdienst Apollo Go zum Einsatz kommen. Der ist bereits in ausgewählten Bereichen der Metropolen Peking, Shanghai, Shenzhen und Guangzhou im Einsatz. In den selbstfahrenden Taxis ist derzeit noch Sicherheitspersonal mit an Bord.